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  • Paarhufer

    Paarhufer, Klauentiere, Spreizzeher oder Spalthufer: wissenschaftlicher Name: <i>Artiodactyla</i>. Paarhufer sind eine Ordnung der Echten Saeugetiere

  • Paarhufer – Wikipedia

    Die Paarhufer, auch Paarzehige Huftiere oder Paarzeher (Artiodactyla oder Paraxonia) sind in der klassischen Systematik eine Ordnung der Säugetiere (Mammalia).

  • Paarhufer im Natur Lexikon

    Die wichtigsten Paarhufer (Artiodactyla) werden hier im Natur-Lexikon.com vorgestellt. Alle Beiträge von Paarhufern (Artiodactyla) sind hervorragend bebildert und enthalten allen ...

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Paarhufer

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Paarhufer, Gruppe der Säugetiere, die in der klassischen Systematik als Ordnung der Huftiere geführt wird, jedoch keine stammesgeschichtliche Einheit repräsentiert.

Die Paarhufer wurden 1847 von dem britischen Anatomen Richard Owen als Ordnung aufgestellt; später ging man davon aus, die Verwandtschaftsverhältnisse innerhalb der Ordnung durch folgende drei Unterordnungen darstellen zu können: (1) Nichtwiederkäuer mit Schweinen, Pekaris und Flusspferden; (2) Schwielensohler, darunter Kamele und Lamas; (3) Wiederkäuer u. a. mit Hirschferkeln, Hornträgern, Hirschen und Giraffen (auch die Schwielensohler käuen wieder, sie haben diese Anpassung jedoch unabhängig von der systematischen Gruppe der Wiederkäuer erworben). Heute ist insbesondere aufgrund molekularbiologischer Untersuchungen bekannt, dass die Wale die nächsten lebenden Verwandten der Flusspferde sind: Wale und Flusspferde haben einen Vorfahren, der unter den heute lebenden Arten nur diesen beiden Gruppen gemeinsamen ist; die Wale stehen damit innerhalb der bisherigen Ordnung der Paarhufer. Als Paarhufer werden somit Arten zusammengefasst, die kein monophyletisches Taxon, also keine geschlossene Abstammungsgemeinschaft darstellen.

Paarhufer haben im Gegensatz zu den Unpaarhufern eine gerade Zahl von Zehen an jedem Fuß, und zwar entweder zwei oder vier. Bei den meisten Paarhufern ruht das Körpergewicht auf den Spitzen der dritten und vierten Zehen. Die erste Zehe der heute lebenden Arten ist vollständig reduziert, zweite und fünfte Zehe sind bei den meisten Paarhufern stark zurückgebildet: Diese verkümmerten Afterzehen erreichen den Boden in der Regel nicht. Schweinen und Rentieren geben die Afterzehen allerdings in weichen Böden zusätzlich Halt. Beide großen, tragenden Zehen der Paarhufer enden in einem als Klaue bezeichneten Huf. Nur Flusspferde treten, einzigartig unter den Paarhufern, mit vier Zehen auf.

Paarhufer sind von Natur aus auf allen Kontinenten mit Ausnahme Australiens und der Antarktis heimisch; die weitaus meisten großen Säugetiere gehören zu dieser Gruppe. Die kleinsten Paarhufer sind die hasengroßen Hirschferkel, die größten sind Giraffen. Paarhufer ernähren sich fast ausschließlich von Pflanzen; Schweine fressen jedoch als Allesfresser u. a. auch Eier, kleine Reptilien, Würmer und Aas. Paarhufer schützen sich gegen ihre natürlichen Feinde wie Raubtiere vor allem durch Wachsamkeit und Schnelligkeit, die meisten können sich auch mit Hörnern oder Geweihen zur Wehr setzen.

Systematische Einordnung: Paarhufer bilden in der klassischen Systematik die Ordnung Artiodactyla; mit den Walen werden sie zu einem Taxon zusammengefasst, für das der Name Cetartiodactyla vorgeschlagen wurde. Nichtwiederkäuer bilden in der klassischen Systematik die Unterordnung Suiformes, Schwielensohler die Unterordnung Tylopoda und Wiederkäuer die Unterordnung Ruminantia.

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