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Katharina von Medici (1519-1589), Königin von Frankreich (1547-1559) und Mutter der letzten drei Könige aus dem Hause Valois. Sie hatte entscheidenden Einfluss auf die Politik während der Hugenottenkriege und gab den Anstoß zum Massaker der Bartholomäusnacht. Katharina wurde am 13. April 1519 in Florenz als Tochter des florentinischen Stadtherrn Lorenzo de’ Medici geboren. 1533 heiratete sie den Herzog von Orléans, der 1547 als Heinrich II. König von Frankreich wurde. Während der Regierungszeit ihres Mannes und ihres Sohnes Franz II. hatte sie relativ wenig Einfluss, aber nach dem Tod von Franz 1560 übernahm sie die Herrschaft. Sie führte die Regentschaft für ihren zweiten Sohn Karl IX. bis zu dessen Volljährigkeit 1563 und bestimmte auch danach noch seine Politik.
Katharinas war fest entschlossen, die königliche Macht um jeden Preis aufrecht zu erhalten, und lavierte deshalb zwischen den protestantischen Hugenotten, geführt von Gaspard de Coligny, und den Katholiken mit dem Haus von Guise an der Spitze. Während der Hugenottenkriege, die 1562 ausbrachen, unterstützte Katharina in der Regel die Katholiken, stellte sich allerdings aus politischer Berechnung hin und wieder auf die Seite der Hugenotten. Ihre politischen Manipulationen reichten bis in die eigene Familie hinein. 1560 arrangierte sie die Hochzeit ihrer Tochter Elisabeth von Valois mit dem mächtigen katholischen König Philipp II. von Spanien, und 1572 hielt sie es für angebracht, eine weitere Tochter, Margarete von Valois, zu verheiraten, und zwar mit dem protestantischen König Heinrich von Navarra, dem späteren König Heinrich IV. von Frankreich. Ebenfalls 1572 begann sie den Einfluss der Hugenotten auf ihren Sohn Karl mit Misstrauen zu betrachten und plante deshalb einen Anschlag auf die Hugenotten, dem in der Bartholomäusnacht 1572 neben dem Hugenottenführer Coligny schätzungsweise 50 000 Glaubensgenossen zum Opfer fielen. Nach Karls Tod 1574 bestieg Katharinas dritter Sohn Heinrich III. den Thron, und Katharina verlor ihren Einfluss. Sie starb in Blois am 5. Januar 1589.
Katharina hatte eine besondere Vorliebe für die Architektur: Sie ließ einen neuen Flügel an den Louvre anbauen, die Tuilerien und das Château de Monceau errichten. Ihre persönliche Bibliothek mit zahlreichen seltenen Manuskripten war zu ihrer Zeit einzigartig in Frankreich.
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