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Windows Live® Suchergebnisse TranssubstantiationEnzyklopädieartikel
Transsubstantiation, in der christlichen Theologie die Lehre, dass in der Eucharistie Brot und Wein durch die Weihe zum wirklichen Leib und Blut Jesu Christi werden, auch wenn die äußeren Erscheinungsformen von Brot und Wein bestehen bleiben. Sie steht damit im Gegensatz zu anderen Lehren, wie etwa der Konsubstantiation, der Lehre Luthers, dass der Leib und das Blut Jesu Christi zusammen in und mit dem Brot und Wein existieren, die beide unverändert bleiben. Die Transsubstantiation wurde 1215 vom 4. Lateran-Konzil in die kirchliche Lehre aufgenommen. Das Tridentinum bekräftigte 1551 das Dogma, indem es erklärte: „Wer sagt, dass im allerheiligsten Abendmahl Brot und Wein zusammen mit dem Leib und dem Blut unseres Herrn Jesus Christus bestehen bleibe; und wer verneint, dass die wundervolle und einzigartige Verwandlung des Brotes in den Leib und des Weines in das Blut, so dass nur die äußere Erscheinungsform von Brot und Wein alleine da sind, welche Verwandlung die katholische Kirche am angemessensten Transsubstantiation nennt, der soll mit dem Kirchenbann belegt werden” (Sitzung 13, Kanon 2). In seiner Enzyklika Mysterium Fidei (1965, Geheimnis des Glaubens) wiederholte Papst Paul VI. die traditionelle Lehre. Er wollte damit der Ansicht einiger moderner katholischer Theologen entgegenwirken, nach der die Verwandlung nur in einer neuen religiösen Zweckbestimmung (Transfinalisation) oder Bedeutung (Transsignifikation) besteht; in beiden Fällen wäre dies mehr eine symbolische göttliche Anwesenheit. Transsubstantiation ist nicht nur eine Lehre der katholischen, sondern auch der orthodoxen Kirche. Die Synode von Jerusalem (1672) bekräftigte, dass die Lehre für den Glauben der ganzen orthodoxen Kirche wesentlich sei. Das Dogma wurde von der anglikanischen Kirche verworfen.
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