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Windows Live® Suchergebnisse MischnaEnzyklopädieartikel
Mischna (hebräisch: Wiederholung, Lehre), Kodifizierung mündlich überlieferter Gesetze, die auf Moses und die Propheten zurückgehen. Zusammen mit der später entstandenen Gemara bildet die Mischna den Talmud. Die Mischna enthält die Diskussionen der Rabbiner über Fragen des jüdischen Religionsgesetzes (Halacha), stellt jedoch keinen Gesetzeskodex dar, da die rabbinischen Meinungsverschiedenheiten nicht in formalen Gesetzen aufgehen, sondern gleichberechtigt nebeneinanderstehen. Weiterhin enthält die Mischna ergänzendes Material (Haggada) mit nichtgesetzlichen Stücken, moralischen Lehren, Weisheitssprüchen und Beispielhaftem.
Die Mischna gliedert sich in sechs Ordnungen (Sedarim):
Diese Ordnungen werden weiterhin in Traktate (Massekhtot) unterteilt, die ihrerseits aus Kapiteln (Pekarim) bestehen. Diese wiederum enthalten die Lehrsätze (Mischnajot), die kleinsten Einheiten der Mischna. Die Mischna, der erste und älteste Teil des Talmuds, entstand teils aus der rabbinischen Forderung, die über Jahrhunderte mündlich überlieferte Lehre stärker zu beachten, teils auf Grund des zunehmenden Umfangs der mündlich tradierten Lehre. Rabbi Jehuda Ha-Nasi (hebräisch: Prinz, oft auch nur Rabbenu oder Rabbi genannt), Patriarch von Judäa und Sohn des Rabbi Simeon ben Gamaliel II., ordnete um 200 n. Chr. die mündlichen Überlieferungen der Tannaim (hebräisch: tana, überliefern), der ersten Generation der Talmudlehrer, und fixierte sie schriftlich in hebräischer Sprache. Den zweiten Teil des Talmuds bildet die Gemara (aramäisch: Vervollständigung), die Ergänzungen und Diskussionen zur Mischna von späteren Schriftgelehrten enthält. Im Gegensatz zur Mischna ist die Gemara größtenteils in aramäischer Sprache verfasst.
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