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Rhenium

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Rhenium, chemisches Symbol Re, seltenes, metallisches Element mit der Ordnungszahl 75, das gemeinsam mit Mangan, Technetium und Bohrium in der siebten Nebengruppe des Periodensystems steht und zu den Übergangsmetallen zählt.

Die Existenz von Rhenium und die Ähnlichkeit seiner chemischen Eigenschaften mit denen von Mangan wurden bereits 1871 von dem russischen Chemiker Dmitrij Iwanowitsch Mendelejew angenommen. 1925 gelang es den deutschen Chemikern Walter Noddack, Ida Tacke (später Noddack) und Otto Berg, aus dem tantalhaltigen Erz Tantalit das Element in einer Probe anzureichern und es anhand von Röntgenspektren nachzuweisen. Sie benannten ihre Neuentdeckung nach dem Rheinland, der Heimatregion von Ida Tacke. Später gelang es den Forschern, das Metall aus dem gadoliniumhaltigen Erz Gadolinit sowie aus dem Erz Molybdänit zu isolieren.

Rhenium kommt in Form von zwei natürlichen Isotopen vor: radioaktives Rhenium 187 (187Re, 63 Prozent) und nicht radioaktives Rhenium 185 (185Re, 37 Prozent). Das häufiger anzutreffende Isotop 187 ist ein schwacher Betastrahler mit einer Halbwertszeit von 4,3×1010 Jahren. Ferner sind einige künstliche Isotope des Elements bekannt. Unter den Elementen der Erdkruste steht Rhenium an 78. Stelle. Rheniummetall ist weiß glänzend, an der Luft beständig und schmilzt bei 3 180 °C. Damit hat es unter den Metallen den zweithöchsten Schmelzpunkt nach Wolfram (3 410 °C). Rhenium siedet bei 5 870 °C, besitzt die Dichte von 21,03 Gramm pro Kubikzentimeter und hat eine Atommasse von 186,2 u.

In seinen Verbindungen tritt Rhenium mit den Oxidationszahlen von -1 bis +7 auf, wobei die Stufen +2 und +7 am häufigsten sind. Mit Sauerstoff verbrennt das Metall zu Rhenium(VII)-oxid (Re2O7), beim Erhitzen mit Schwefel bildet sich Rheniumsulfid (ReS2) und mit Fluor oder Chlor entstehen Fluoride (z. B. ReF6, ReF7) oder Chloride (z. B. ReCl5, ReCl6). In Legierungen mit Platinmetallen und Wolfram kommt Rhenium als Werkstoff für Thermoelemente (siehe Thermometer) zum Einsatz. Außerdem dient es zur Herstellung von Elektroden, Katalysatoren und als galvanischer Überzug (z. B. bei Schmuckwaren).

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