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George Emil Palade

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Linus PaulingLinus Pauling

George Emil Palade (1901-1994), amerikanischer Chemiker und zweifacher Nobelpreisträger, der u. a. bedeutende Arbeiten zur Theorie der chemischen Bindung und zur Struktur von biologisch aktiven Molekülen wie z. B. Proteinen lieferte. Pauling engagierte sich außerdem in der internationalen Friedensbewegung und trat für eine internationale Kontrolle von Atomwaffen und gegen Atomwaffentests ein.

Pauling wurde am 28. Februar 1901 in Portland (Oregon) geboren. Nach dem Schulabschluss studierte er Chemieingenieurswesen am Oregon Agriculture College in Corvalis. 1922 erhielt er den Bachelors Degree und wechselte an das California Institute of Technology in Pasadena, wo er 1925 promovierte. Er ging anschließend ins Ausland und arbeitete bei verschiedenen renommierten Forschern in Europa, so z. B. bei Arnold Sommerfeld (München), Niels Hendrik Bohr (Kopenhagen), Erwin Schrödinger (Zürich) und Sir William Henry Bragg (London). 1927 kehrte er nach Pasadena zurück und nahm eine Stelle als Assistant Professor für Chemie an. 1931 wurde er ordentlicher Professor. Während des 2. Weltkrieges war Pauling für das amerikanische Militär tätig. Unter dem Eindruck der Atombombenabwürfe auf Hiroshima und Nagasaki sowie der Entwicklungen des Kalten Krieges wurde Pauling ein Verfechter für die nukleare Abrüstung. In diesem Zusammenhang war Pauling Mitbegründer der Pugwash-Bewegung, dessen Gründungsmanifest er 1955 mit zehn anderen Forschern unterzeichnete. Von 1963 bis 1974 war Pauling an verschiedenen Universitäten tätig. Zuletzt arbeitete er von 1969 bis zu seiner Emeritierung 1974 an der Stanford University. Pauling gründete 1973 das Linus Pauling Institut für Wissenschaft und Medizin. Er starb im hohen Alter von 93 Jahren am 19. August 1994 in Big Sur (Kalifornien).

Pauling leistete bahnbrechende Arbeiten zur Theorie der chemischen Bindung. Hierzu führte er beispielsweise den Begriff der Elektronegativität in die Diskussion ein und suchte mit Hilfe von Prinzipien aus der Quantenmechanik den Aufbau und die Struktur von Molekülen zu erklären. Eng verbunden mit diesen theoretischen Arbeiten waren chemisch-physikalische Untersuchungen wie z. B. spektroskopische Methoden oder die Röntgenstrukturanalyse. Pauling untersuchte z. B. die Struktur des Hämoglobins und entdeckte, dass die Deformationen kranker Zellen bei Anämie durch einen genetischen Defekt bedingt sind und die Produktion des Hämoglobins beeinflussen. Für seine Forschungen über die chemische Bindung und die Entdeckung der a-Helixstruktur bei zahlreichen Proteinen erhielt Pauling 1954 den Nobelpreis für Chemie. In diese Zeit fiel auch Paulings Eintreten gegen Atomwaffentests. So warnte er beispielsweise die Weltöffentlichkeit vor den biologischen Gefahren radioaktiver Verseuchungen und reichte 1958 eine Petition bei den Vereinten Nationen ein, die auch von 11 000 anderen Wissenschaftlern unterzeichnet wurde. Für sein Engagement erhielt Pauling 1962 den Friedensnobelpreis. Der Laureat war damit nach Marie Curie der zweite Mensch, dem zwei Nobelpreise verliehen wurden.

Seine populär gewordene Theorie, Erkältungen mit hohen Dosen von Vitamin C zu kurieren, blieb in der Fachwelt sehr umstritten. Pauling verfasste zahlreiche Werke und Schriften, so z. B. The Structure of Line Spectra (mit E. B. Wilson, 1930), The Nature of the Chemical Bond and the Structure of Molecules and Crystals (1948) und No More War (1958).

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