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Windows Live® Suchergebnisse LamaEnzyklopädieartikel
Lama, südamerikanische Haustierform des Guanako. Das Lama hat eine Schulterhöhe von 0,9 bis 1,3 Metern und trägt zumeist ein weißes Fell mit schwarzen und braunen Flecken; zuweilen ist es auch ganz weiß oder schwarz. Das weibliche Tier wirft alle zwei Jahre ein Junges, selten zwei. Die männlichen Tiere dienen seit mehr als 4 000 Jahren in den peruanischen und bolivianischen Anden als Lasttiere. Das trittsichere Tier kann zwölf Stunden täglich bis zu 90 Kilogramm tragen. Lamas sind jedoch keine Reittiere. Wenn ein Lama müde wird oder überlastet ist, legt es sich auf den Boden, weigert sich weiterzugehen und spuckt oft den Treiber an. Die Weibchen werden ihres Fleisches wegen gezüchtet, das vom Geschmack her an Hammelfleisch erinnert, und wegen der Milch, die im westlichen Südamerika sehr viel getrunken wird; das Fleisch der Männchen ist zäh. Die lange, grobe Wolle der Tiere beider Geschlechter wird zum Weben von Textilien verwendet, die Häute werden zu Leder gegerbt. Aus dem Fett der Tiere stellt man Kerzen her. Die langen Haare werden geflochten und zu Seilen verarbeitet, der getrocknete Kot dient als Brennmaterial. Systematische Einordnung: Das Lama gehört zur Familie der Camelidae. Seine wissenschaftliche Bezeichnung lautet Lama guanicoë glama. Das Guanako heißt Lama guanicoë.
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