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Raymond Duchamp-Villon

Enzyklopädieartikel

Raymond Duchamp-Villon (1876-1918), französischer Bildhauer, der die kubistische Plastik um das Element der Bewegung bereicherte. Ab 1910 bevorzugte Duchamp-Villon unter dem Einfluss des Kubismus einen zunehmend geometrischen und abstrakten Stil, der auf die Ausarbeitung physiognomischer und anderer Details weitgehend verzichtete. Exemplarisch hierfür ist die Kopfstudie des Dichters Charles Baudelaire (1911, Musée National d’Art Moderne, Paris) mit ihrer Reduktion auf die Form des Ovals und ihrer klaren Konturierung. Eine weitere bemerkenswerte Plastik ist das Pferd von 1914 (Musée National d’Art Moderne), ein Zwitterwesen aus Tier und Maschine, das von großem Einfluss auf zeitgenössische und spätere Bildhauer war. Duchamp-Villons Werke wurden in der Folge zunehmend abstrakter und gewannen schließlich den Charakter reinen Formenspiels, wobei das Zusammenwirken konkaver und konvexer Formen von besonderer Bedeutung war. Seine Brüder Marcel Duchamp und Jacques Villon waren gleichfalls bedeutende Künstler ihrer Epoche.

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