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Windows Live® Suchergebnisse Adam SmithEnzyklopädieartikel
Adam Smith (1723-1790), schottischer Moralphilosoph und Nationalökonom, Begründer der klassischen Nationalökonomie. Smith wurde am 5. Juni 1723 in Kirkcaldy in Schottland geboren, er studierte an den Universitäten Glasgow und Oxford. Von 1748 bis 1751 hielt er Vorlesungen über Rhetorik und Belletristik in Edinburgh. Während dieser Zeit entwickelte sich eine Freundschaft zwischen Smith und dem schottischen Philosophen David Hume, die bis zum Tode Humes im Jahr 1776 fortbestand. Sie trug viel zur Entwicklung von Smiths ethischen und wirtschaftlichen Theorien bei. Smith wurde 1751 zum Professor für Logik ernannt und 1752 zum Professor für Moralphilosophie an der Universität Glasgow. Später systematisierte er die ethischen Lehren, die er in seinen Vorlesungen vorgetragen hatte, und veröffentlichte sie in seiner ersten großen Arbeit The theory of moral sentiments (2 Bde., 1759; Theorie der ethischen Gefühle). 1763 verließ er die Universität und wurde Privatlehrer von Henry Scott, 3. Herzog von Buccleuch, den er auf einer 18-monatigen Reise durch Frankreich und die Schweiz begleitete. Dabei traf Smith viele der führenden Physiokraten, insbesondere François Quesnay und Anne Robert Jacques Turgot, die ihn stark beeinflussten. Von 1766 bis 1776 lebte er in Kirkcaldy und arbeitete an seinem Werk An inquiry into the nature and causes of the wealth of nations (1776; Untersuchung der Natur und Ursachen von Nationalreichthümern). Smith wurde 1779 zum Zollkontrolleur in Edinburgh ernannt und arbeitete in dieser Funktion, bis er am 17. Juli 1790 in dieser Stadt starb. In seinem Werk über die Ursachen von Nationalreichthümern trennt Smith erstmals in der Geschichte der Wirtschaftswissenschaft die politische Ökonomie von der Politikwissenschaft, Ethik und Rechtswissenschaft ab. Smith sieht als Quelle des nationalen Reichtums die vom Volk geleistete Arbeit. Er schuf die Grundlagen der objektiven Arbeitswertlehre, wonach der Wert einer Ware durch die in der Produktion aufgewendete Arbeit bestimmt wird. Diese Lehre wurde von David Ricardo und Karl Marx aufgegriffen und weiterentwickelt. In Ursachen von Nationalreichthümern vertritt Smith eine liberale Wirtschaftslehre, die staatliche Nichteinmischung (Laissez-faire), freien Wettbewerb und Freihandel vorsieht. Im Eigennutz sah er die treibende Kraft allen wirtschaftlichen Geschehens. Wenn die einzelnen Wirtschaftssubjekte ungehindert ihre wirtschaftlichen Ziele verfolgten, würden sie dabei von einer „unsichtbaren Hand” geleitet. Es würde Wohlstand für alle erreicht sowie soziale Harmonie.
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