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Frankfurt am Main

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Frankfurts SkylineFrankfurts Skyline
Artikelgliederung
1

Einleitung

Frankfurt am Main, größte Stadt in Hessen, zu beiden Seiten des Mains, im Zentrum des Rhein-Main-Gebiets gelegen. Die Stadt ist ein überragendes Industrie-, Finanz- und Handelszentrum und ein bedeutender Verkehrsknotenpunkt.

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Wirtschaft

Wichtigste Produktionszweige sind Maschinen- und Fahrzeugbau, Elektrotechnik, Druckgewerbe sowie die Herstellung chemischer und pharmazeutischer Erzeugnisse. Die wirtschaftliche Struktur der Stadt wird jedoch in erster Linie vom Dienstleistungssektor geprägt. Frankfurt am Main ist Sitz zahlreicher Behörden und Institutionen des Bundes wie etwa der Deutschen Bundesbank, der Zentralstelle für Arbeitsvermittlung, des Bundesrechnungshofes sowie der Bundesanstalt für Flugsicherung. Zahlreiche Großbanken (darunter Deutsche Bank, Commerzbank und Dresdner Bank) sowie die Europäische Zentralbank haben ihren Hauptsitz ebenfalls in Frankfurt und weisen ebenso wie die Frankfurter Wertpapierbörse die Stadt als bedeutendsten Finanzplatz in Deutschland aus. Außerdem sind hier internationale Handelsniederlassungen und die Generalkonsulate vieler Länder vertreten.

Die Stadt ist ein bedeutender Messestandort. Hier werden u. a. die Frankfurter Buchmesse, die größte Buchmesse der Welt, die Internationale Automobilausstellung und die Internationale Pelzmesse ausgerichtet. Als Erscheinungsort mehrerer überregionaler Tageszeitungen und Sitz des Hessischen Rundfunks (HR) zählt Frankfurt am Main zudem zu den führenden Medienstädten in Deutschland. Auch als Verkehrsknotenpunkt ist es von herausragender Bedeutung. Der Rhein-Main-Flughafen nimmt im Luftverkehr eine wichtige Position ein; hinsichtlich der Zahl der abgefertigten Passagiere ist er in Deutschland der bedeutendste und nach London-Heathrow und Roissy-Charles-de-Gaulle bei Paris in Europa der drittbedeutendste Flughafen. Der Hafen am Main zählt zu den größten Binnenhäfen des Landes. Am Frankfurter Kreuz treffen mehrere Autobahnen zusammen. Der Hauptbahnhof ist einer der größten in Europa. Eine wichtige Rolle spielt auch der Fremdenverkehr: Frankfurt liegt bei der Zahl der Übernachtungen von Besuchern an vierter Stelle aller deutschen Städte.

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Stadtbild

Aus den umfassenden Zerstörungen des 2. Weltkriegs entwickelte sich die heute prägende Skyline („Mainhattan”) der Stadt mit für deutsche Maßstäbe ungewöhnlich vielen und extrem aufragenden Hochhäusern, der allerdings der Charme der einstigen Bürgerstadt zum Opfer fiel. Historisierende Rekonstruktionsversuche in neuerer Zeit fanden jedoch ein zwiespältiges Echo. Die Altstadt wird noch von zahlreichen rekonstruierten mittelalterlichen Bauwerken geprägt. Wahrzeichen der Stadt ist der Römer, der um 1400 als Rathaus aus der Zusammenlegung mehrerer Patrizierhäuser entstand. Zu den bekanntesten Gebäuden zählen ferner das Leinwandhaus aus dem 14. Jahrhundert, der Eschenheimer Turm (Teil der ursprünglichen Stadtbefestigung), das Palais der Fürsten von Thurn und Taxis, in dem die Bundesversammlung des Deutschen Bundes von 1816 bis 1866 tagte, und das Goethehaus (mit Goethemuseum), in dem Johann Wolfgang von Goethe während seiner Jugendzeit lebte.

Die bedeutendste Kirche Frankfurts ist der Dom Sankt Bartholomäus. Er wurde im 13. Jahrhundert an der Stelle einer Kirche aus dem 9. Jahrhundert errichtet. Hier wurden die deutschen Könige gewählt und nach 1562 die Kaiser gekrönt. Bekannt sind ferner die Paulskirche (1789-1833), in der die Frankfurter Nationalversammlung (das erste deutsche Parlament) von 1848 bis 1849 tagte, die Kirchen Sankt Leonhard (13.-16. Jahrhundert) und Sankt Nikolai (beide 13.-15. Jahrhundert).

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Bildung und Kultur

Frankfurt ist Sitz einer Universität (Johann-Wolfgang-Goethe-Universität, 1914). Weitere wichtige Bildungsstätten sind u. a. die Philosophisch-Theologische Hochschule, die Hochschule für Musik und Darstellende Kunst, die Akademie für Welthandel und die Deutsche Buchhändlerschule. Als Forschungszentrum ist die Stadt Sitz mehrerer Max-Planck-Institute, des Gmelin-Instituts für anorganische Chemie, des Sigmund-Freud-Instituts und weiterer Institutionen.

Sieben Museen bilden das Museumsufer, ein groß angelegtes Projekt, das Ende der siebziger Jahre in Angriff genommen und erst kürzlich fertig gestellt wurde. Zu dem Komplex gehören das Deutsche Postmuseum, das Deutsche Filmmuseum und Museen für Kunsthandwerk, Völkerkunde, Architektur, Bildhauerei und europäische Malerei seit dem 14. Jahrhundert sowie die Staatliche Hochschule für bildende Künste. Am gegenüberliegenden Flussufer liegt das Jüdische Museum. Es wurde zum 50. Jahrestag der Reichskristallnacht im Palais des Hauses Rothschild, der berühmten jüdischen Bankiersfamilie, eröffnet. Das Museum zeigt die Geschichte der Juden in Deutschland vom Mittelalter bis zur Gegenwart mit einem besonderen Augenmerk auf das Frankfurter Judenghetto. Von Bedeutung ist ferner das Senckenberg-Museum mit einer großen naturgeschichtlichen, vor allem paläontologischen Sammlung. Die Alte Oper (1873-1880) wurde nach einem Brand bis 1981 wieder aufgebaut. Die Stadt beherbergt einen Zoo und einen botanischen Garten.

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