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Windows Live® Suchergebnisse Spiro AgnewEnzyklopädieartikel
Spiro Agnew (1918-1996), 39. Vizepräsident der USA (1969-1973). Spiro Theodore Agnew wurde am 9. November 1918 in Baltimore (Maryland) als Sohn eines griechischen Einwanderers und einer Amerikanerin geboren. Während des 2. Weltkrieges diente er in der amerikanischen Armee, studierte danach Jura an der Universität Baltimore und wurde Anwalt. 1966 wurde Agnew zum Gouverneur von Maryland gewählt. 1968 und 1972 kandidierte Agnew mit Erfolg für die Vizepräsidentschaft unter Richard M. Nixon. Als Vizepräsident machte sich Agnew einen Namen mit seinen extravagant formulierten Reden gegen Liberale, Radikale und andere Gruppierungen, die Nixon kritisierten. Im August 1973 wurde bekannt, dass in Baltimore wegen des Verdachts der Bestechlichkeit, Erpressung, Steuerhinterziehung und Verschwörung Untersuchungen gegen Agnew eingeleitet wurden, und im Oktober wurde er offiziell vom Generalbundesanwalt Elliot Richardson wegen Bestechlichkeit im Amt unter Anklage gestellt. Man beschuldigte ihn, während seiner Zeit als Gouverneur und als Vizepräsident insgesamt über 100 000 US-Dollar Bestechungsgeld angenommen zu haben. Agnew bestritt dies zwar, leugnete jedoch nicht die ihm zur Last gelegten Steuerhinterziehungen. Am 10. Oktober 1973 wurde er zu 10 000 US-Dollar Strafe und zu drei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt. Nur wenige Stunden vor der Urteilsverkündung legte er sein Amt nieder und war somit der erste US-Vizepräsident, der aufgrund krimineller Handlungen zurücktreten musste. Sein Nachfolger wurde Gerald R. Ford. Agnew gründete nach seinem Abschied aus der Politik eine Beraterfirma für internationalen Handel. Er starb am 17. September 1996 in Ocean City. Agnews Autobiographie Go Quietly or Else wurde 1980 veröffentlicht.
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