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Charles Sanders Peirce

Enzyklopädieartikel

Charles Sanders Peirce (1839-1914), amerikanischer Philosoph und Physiker. Peirce wurde am 10. September 1839 in Cambridge (Massachusetts) geboren. Er lehrte u. a. in Boston und Cambridge Logik und Philosophie. 1877 war er der erste amerikanische Vertreter beim Internationalen Geodätenkongress für Vermessungskunde.

1861 begann Peirce eine Experimentenserie mit Pendeln. Außerdem erforschte er die Lichtwellen. 1867 beschäftigte er sich mit dem von George Boole erstellten System mathematischer Logik und arbeitete bis 1885 daran, die Boolsche Algebra zu erweitern und zu verbessern.

Peirce wurde vor allem durch die von ihm begründete philosophische Theorie des Pragmatismus bekannt. Dieser philosophischen Richtung zufolge liegt die Bedeutung der Dinge allein in den Wirkungen begründet, die ihre Anwendung oder ihr Gebrauch mit sich bringen. Selbst die Wahrheit einer Vorstellung kann daher durch empirische Untersuchungen ihrer Nützlichkeit herausgefunden werden. Diese Theorie entwickelten die amerikanischen Philosophen William James und John Dewey weiter. Sie hatte großen Einfluss auf die moderne Philosophie und Soziologie. Peirce gehörte auch zu den Begründern der modernen Zeichentheorie (siehe Semiotik). Peirce starb am 19. April 1914 in Milford (Pennsylvania).

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