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QuecksilberEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Vorkommen und Eigenschaften; Verbindungen und Legierungen; Gewinnung; Verwendung; Quecksilbervergiftung
Quecksilber wird als Messflüssigkeit in Thermometern, Barometern und Manometern (siehe Druck) verwendet. Ferner kommt Quecksilber in Vakuumpumpen (Hochvakuum mit Diffusionspumpen), elektrischen Gleichrichtern und Schaltern sowie in Quecksilberdampflampen (z. B. als UV-Strahlungsquelle zur Wasserentkeimung) zum Einsatz. In der Polarographie, einem chemischen Analyseverfahren, nutzt man das Metall in Form der Quecksilbertropfelektrode. Ebenfalls als Elektrode dient Quecksilber bei der Chloralkalielektrolyse nach dem Amalgamverfahren. Um Gold und Silber aus ihren Erzen zu extrahieren, kann man beispielsweise die Edelmetalle mit Quecksilber vereinigen, und Letzteres anschließend durch Destillation entfernen. Quecksilber und seine Verbindungen werden aufgrund ihrer Giftigkeit kaum oder gar nicht mehr in Heilmitteln, Farben, Batterien oder zur Schädlingsbekämpfung eingesetzt.
Quecksilber ist als Dampf und in Form seiner Verbindungen, insbesondere der wasserlöslichen Salze, äußerst gefährlich. Sie können irreversible Schäden an Gehirn, zentralem Nervensystem, Leber und Nieren verursachen und zum Tod führen. Dass das Schwermetall und seine Verbindungen in der Umwelt anzutreffen sind, hat zum Teil natürliche Ursachen (z. B. Vulkanismus) oder wurde durch anthropogene Einflüsse (z. B. durch die Industrie und quecksilberhaltige Abfälle) hervorgerufen. Mikroorganismen können Quecksilber(II)-salze in wasserlösliche Methylquecksilber(II)-salze überführen, die leicht in andere lebende Organismen und damit auch in die Nahrung gelangen können. Besondere Bedeutung kommt hierbei dem Methylquecksilberkation (H3CHg+) zu, das etwa die Wirkung vieler Enzyme blockieren kann oder auch mutagen wirkt. Siehe auch Minamata-Krankheit; berufs- und umweltbedingte Erkrankungen
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