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    Paul Leonard Newman (* 26. Januar 1925 in Shaker Heights, Ohio; † 26. September 2008 in Westport, Connecticut) war ein US-amerikanischer Schauspieler, Filmregisseur, Rennfahrer ...

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Paul Newman

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George Roy Hill: Zwei Banditen (1969)George Roy Hill: Zwei Banditen (1969)

Paul Newman (*1925), amerikanischer Schauspieler, Regisseur und Produzent. Seit Ende der fünfziger Jahre gehört er zu den populärsten Darstellern des amerikanischen Films.

Newman wurde am 26. Januar 1925 als Sohn eines Sportartikelhändlers deutscher Herkunft und einer ungarischstämmigen Mutter in Cleveland (Ohio) geboren. Nach Absolvierung der High School, wo er erste Bühnenerfahrung sammelte, leistete er seinen Wehrdienst und nahm von 1943 bis 1945 als Marinefunker im Pazifik am 2. Weltkrieg teil. Von 1946 bis 1949 besuchte Newman das Kenyon College in Gambier (Ohio), ehe er als Mitglied der Woostock Players in sechzehn Aufführungen für eine Saison Bühnenaufgaben übernahm. Nachdem er vorübergehend das väterliche Sportgeschäft übernommen hatte, studierte er an der Yale School of Drama und an Lee Strasbergs Actors’ Studio in New York, wo er mit dem Method acting vertraut wurde.

Nach seinem erfolgreichen Debüt am Broadway in Picnic von William Motter Inge 1953 arbeitete er zunächst weiter am Theater, so etwa in Joseph Hayes’ The Desperate Hours (An einem Tag wie jeder andere), nahm aber zugleich erste Engagements beim Film an, zunächst in TV-Produktionen. Sein Ruf als viel versprechender Darsteller am Broadway brachte ihm ein Angebot aus Hollywood ein, wo er mit dem monumentalen Antikfilm The Silver Chalice (1954; Der silberne Kelch) debütierte. Die Rolle des Boxers Rocky Graziano in Somebody Up There Likes Me (1956; Die Hölle ist in mir) war sein erster großer Erfolg, international bekannt wurde er mit Richard Brooks’ Südstaatenmelodram Cat on a Hot Tin Roof (1958; Die Katze auf dem heißen Blechdach, nach dem gleichnamigen Bühnenstück von Tennessee Williams) an der Seite von Elizabeth Taylor und als Billy the Kid in Arthur Penns Western The Lefthanded Gun (1958; Einer muss dran glauben). Bereits in diesen Filmen kreierte er sein Rollenprofil als verschlossener Rebell, hinter dessen kühler Zurückhaltung sich Temperament und Sensibilität, aber auch Jähzorn und Gewalttätigkeit verbergen. Seine männliche Ausstrahlung, sein jungenhafter Charme und seine realistische Schauspielkunst begründeten Ende der fünfziger Jahre seinen Starruhm, den er in der Folge mit einem breit gefächerten Rollenspektrum festigte.

In den sechziger Jahren spielte Newman Hauptrollen in einer Reihe anspruchsvoller Filme und stellte dabei die Vielfalt seines Talents unter Beweis. In dem Spielerfilm The Hustler (1961; Haie der Großstadt), verkörperte er den smarten, draufgängerischen Billardspieler „Fast” Eddie Felson, der beim Duell mit dem älteren Champion wie der sichere Sieger aussieht, dann aber an seinem Hochmut scheitert. Newmans nuancierte Charakterstudie zeigt die neurotischen Züge dieses trotzigen, ehrgeizigen Einzelgängers. Unter anderem bot er eindrucksvolle Darstellungen als zügelloser Rancherssohn in Hud (1963; Der Wildeste unter Tausend), als kompromissloser Privatdetektiv in Harper (1966; Ein Fall für Harper), als schweigsamer unter Apachen aufgewachsener Weißer in Hombre (1967; Man nannte ihn Hombre) und als renitenter Sträfling in Cool Hand Luke (1967; Der Unbeugsame). Zusammen mit Robert Redford bildete er ein kassenträchtiges Duo in dem humorvollen Western Butch Cassidy and the Sundance Kid (1969; Zwei Banditen) und der außerordentlich erfolgreichen Gauner-Komödie The Sting (1973; Der Clou). Entgegen seinem Rollentypus verkörperte er zwei authentische Gestalten aus der Geschichte des Wilden Westens, einen Selbstjustiz übenden Richter in The Life and Times of Judge Roy Bean (1972; Das war Roy Bean) und in Robert Altmans Buffalo Bill and the Indians or Sitting Bull’s History Lesson (1976; Buffalo Bill und die Indianer) als legendärer Büffeljäger William Cody, dem er größenwahnsinnige Züge verlieh.

Daneben betätigte sich Newman mit wechselndem Erfolg als Regisseur und Produzent von Filmen wie Rachel, Rachel (1968; Die Liebe eines Sommers, Oscar-Nominierung), They Might Be Giants (1971; Der verkehrte Sherlock Holmes), The Effect of Gamma Rays on Man-in-the-Moon-Marigolds (1973; Die Wirkung von Gammastrahlen auf Ringelblumen) und Harry & Son (1984; Harry und Sohn).

Seit den späten siebziger Jahren machte sich Newman zunehmend einen Namen als Charakterdarsteller, wie in dem Justizthriller The Verdict (1982; The Verdict – Die Wahrheit und nichts als die Wahrheit). Mit der Oscar-prämierten Rolle des Billardchampions Eddie Felson in Martin Scorseses The Color of Money (1986; Die Farbe des Geldes) bot er eine interessante Weiterentwicklung der Figur, den Widerpart des jungen Herausforderers übernahm Tom Cruise. In den neunziger Jahren reduzierte Newman die Zahl seiner Filmauftritte. Bemerkenswerte Filme aus der späteren Phase seiner Karriere sind Mr. & Mrs. Bridge (1990; Mr. und Mrs. Bridge), in dem er wie bereits mehrmals zuvor an der Seite seiner Ehefrau Joanne Woodward spielte, und Joel Coens The Hudsucker Proxy (1994; Hudsucker – Der große Sprung).

1982 begann Newman, seine Rezepte für Spaghetti- und Salatsoßen unter dem Namen „Newman’s Own” zu vermarkten und die Gewinne aus diesem Unternehmen für wohltätige Zwecke zu spenden. 1985 erhielt er einen Ehren-Oscar für seine Lebensleistung. Newman ist zudem ein passionierter Automobilrennfahrer. Seit 1984 ist er Miteigentümer eines Rennstalls, viermal holte er die America National Championship. Zu seinen weiteren Erfolgen gehörte ein zweiter Platz beim 24-Stunden-Rennen von Le Mans 1979 zusammen mit Rolf Stommelen.

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