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  • Totes Meer – Wikipedia

    Das Tote Meer (hebr. ים המלח Jam haMelach bzw. „Salzmeer“; arabisch بحر الميّت ‎ Bahr al-Mayyit oder بحر لوط ‎ Bahr Lūt, „Meer des Todes“ oder ...

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Totes Meer

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Wüstenlandschaft am Toten MeerWüstenlandschaft am Toten Meer

Totes Meer, Salzsee zwischen Israel und Jordanien. Der Wasserspiegel des Toten Meeres ist mit etwa 408 Metern unter dem Meeresspiegel die tiefstgelegene Wasseroberfläche der Welt.

Der See liegt im nördlichen Teil des Ostafrikanischen Grabensystems; er ist knapp 80 Kilometer lang und bis zu 18 Kilometer breit, seine Fläche beträgt etwa 1 020 Quadratkilometer. Auf seiner Ostseite liegt die Hochebene von Moab mit einer Höhe von 1 340 Metern, auf der Westseite erhebt sich die etwa halb so hohe Hochebene von Judäa. Vom Ostufer her reicht eine Halbinsel in den See, die ihn in zwei ungleich große Teile teilt. Südlich dieser Halbinsel ist der See flach, seine Tiefe beträgt weniger als sechs Meter, nördlich der Halbinsel erreicht er mit 796 Metern seine größte Tiefe.

Der Hauptzufluss des Toten Meeres ist der Jordan, der von Norden in den See fließt; daneben münden mehrere kleine Flüsse überwiegend von Osten her in den See. Das Tote Meer hat keinen Abfluss, und der Wasserzufluss wird durch die in dem heißen Wüstenklima sehr starke Verdunstung weitgehend ausgeglichen.

Der Salzgehalt des Toten Meeres ist sechsmal so groß wie der der Ozeane, und in einer Tiefe von 300 Metern enthält es etwa 27 Prozent Feststoffe: Natriumchlorid (Kochsalz), Magnesiumchlorid, Calciumchlorid, Kaliumchlorid, Magnesiumbromid und viele andere Substanzen. Aufgrund der hohen Dichte der gelösten Feststoffe im Wasser bleiben Menschen, die im See baden, immer an der Oberfläche. Der See enthält mit Ausnahme einiger Mikroorganismen kein Leben. Auch Meeresfische können in seinem Wasser nur kurze Zeit überleben.

Aus dem Toten Meer werden verschiedene chemische Rohstoffe gewonnen, darunter Pottasche (Kaliumcarbonat), Brom, Gips und Kochsalz. Zunehmende Bedeutung erlangt der Tourismus in den Winterkurorten. Das Tote Meer steht in enger Verbindung mit der biblischen Geschichte. Sodom und Gomorrha lagen nach der Überlieferung an seinem Ufer, und die Essener schrieben in ihrer Gemeinde am Nordwestufer die Manuskripte, die heute als Schriftrollen von Qumran bekannt sind. Der Berggipfel von Masada, der die letzte Bastion der jüdischen Zeloten im Kampf gegen die Römer 70 bis 73 darstellte, liegt ebenfalls am Westufer des Toten Meeres und ist heute als Ruine zu besichtigen.

Aufgrund der großen Wasserentnahme für die Salzgewinnung ging das Volumen des Toten Meeres in den vergangenen Jahren stark zurück. Ein weiterer Grund für diese Entwicklung ist auch die verstärkte Wasserentnahme aus dem Jordan zur Bewässerung von Feldern und als Trinkwasser. Bei Fortschreiten dieses Prozesses könnte der Wasserspiegel um weitere 100 Meter sinken. Zahlreiche Lösungsansätze wurden entwickelt, meist aber wieder verworfen. Die Anlage eines Kanals zum Mittelmeer ist zu teuer und würde die ökologische Situation in anderen Gebieten gefährden. Auch die Reduzierung der Wasserentnahme aus dem zufließenden Jordan ist problematisch, da sie vertraglich geregelt ist. Im Juli 2002 beschlossen die Anrainerstaaten Jordanien und Israel ein gemeinsames Vorgehen. Über ein Röhrensystem soll Wasser aus dem Golf von Akaba in das Tote Meer geleitet werden.

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