Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse BüffelEnzyklopädieartikel
Büffel, Wildrinder Asiens und Afrikas, die heute zwei Gattungen, den Afrikanischen und den Asiatischen Büffeln, zugeordnet werden. Wie andere Arten aus der Unterfamilie der Rinder (siehe Hornträger) sind Büffel Wiederkäuer und gehören zur Ordnung der Paarhufer. Sie haben gespaltene Hufe sowie Hörner, die nicht abgeworfen werden. Zu den Asiatischen Büffeln zählen der Wasserbüffel mit sechs Unterarten sowie Anoa und Berg-Anoa. Der Wasserbüffel ist an Wassernähe gebunden und ein guter Schwimmer. Er ist heute nur noch in Asien verbreitet und möglicherweise in seinem Bestand gefährdet. Er erreicht eine Schulterhöhe von 1,9 Metern und hat große, nach hinten gebogene Hörner. Ein Großteil seiner Haut ist unbehaart und glänzend. Bullen können bis 1,2 Tonnen wiegen. Breite, spreizbare Hufe ermöglichen es dem Tier, im Sumpfland zu leben. Die Tragzeit beträgt etwa 320 Tage, meist wird nur ein Junges geboren. Wasserbüffel werden gelegentlich von Tigern erbeutet, Jungtiere auch von Leoparden. Durch Domestikation des Wasserbüffels entstand der Hausbüffel oder Kerabu, der heute als Zugtier, Milch- und Fleischlieferant von wirtschaftlicher Bedeutung ist und in geringer Zahl auch in Deutschland gehalten wird (2006 etwa 1 500 Tiere). Die kleinste Unterart des Wasserbüffels ist der Tamarau oder Mindorobüffel, der nur auf der philippinischen Insel Mindoro vorkommt und das seltenste Wildrind der Erde ist. Seine Schulterhöhe beträgt nur 110 Zentimeter. Der Anoa ist das kleinste Wildrind der Erde. Beide Unterarten leben auf der indonesischen Insel Celébes. Die Afrikanischen Büffel werden durch eine Art, den Kaffernbüffel, repräsentiert, der mit seinen drei Unterarten einen Rassenkreis bildet: Der Eigentliche Kaffernbüffel kommt in großen Teilen Süd- und Zentralafrikas vor, er ist ein in Herden lebender Steppen- und Waldlandbewohner; alte Bullen sind oft Einzelgänger. Der Kaffernbüffel kann eine Kopfrumpflänge von 3,4 Metern, eine Schulterhöhe von 1,7 Metern und ein Gewicht von 680 Kilogramm erreichen. Die Hörner sind am Ansatz sehr dick, formen über der Stirn eine Art Helm und werden bis zu einen Meter lang. Das Weibchen bringt nach einer Tragzeit von etwa 340 Tagen ein oder (selten) zwei Junge zur Welt, die sechs Monate gesäugt werden. Nahrungsfeinde der Kaffernbüffel sind Löwen und Krokodile. In Nationalparks gibt es ansehnliche Bestände dieser Unterart. Der rotbraune, dicht behaarte Rot- oder Waldbüffel lebt in kleinen Trupps in Wäldern Mittel- und Westafrikas. Mit einer Schulterhöhe von 110 Zentimetern ist er wesentlich kleiner. Systematische Einordnung: Büffel gehören zur Unterfamilie Bovinae der Familie Bovidae. Der Wasserbüffel wird wissenschaftlich als Bubalus arnee bezeichnet, der Tamarau heißt Bubalus arnee mindorensis. Der wissenschaftliche Name des Hausbüffels lautet Bubalus arnee bubalis. Der Anoa heißt Bubalus depressicornis und der Berg-Anoa Bubalus quarlesi. Der Eigentliche Kaffernbüffel (Syncerus caffer caffer) und der Rot- oder Waldbüffel (Syncerus caffer nanus) sind verschiedene Unterarten des Kaffernbüffels (Syncerus caffer).
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |