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Windows Live® Suchergebnisse Zachary TaylorEnzyklopädieartikel
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Zachary Taylor (1784-1850), US-General im Mexikanischen Krieg und zwölfter Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika (1849-1850). Taylor wurde am 24. November 1784 in Orange County (Virginia) als Sohn eines Veteranen des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges geboren und wuchs auf der Plantage seiner Familie in der Nähe von Louisville auf.
1808 wurde Taylor Infanterieoffizier. Er zeichnete sich unter William Henry Harrison im Krieg von 1812 aus, kehrte für kurze Zeit ins zivile Leben zurück und nahm dann im Nordwesten der USA und im Gebiet von Louisiana den aktiven Dienst wieder auf. Er nahm am Black-Hawk- und am 2. Seminolenkrieg teil und schlug 1838 die Seminolen in der Schlacht am Okeechobee. Diese Schlacht war zwar nicht entscheidend, brachte ihm aber die Beförderung zum Brigadegeneral ein; außerdem erhielt er den Oberbefehl in einem Feldzug gegen die Seminolen in Florida. In den frühen vierziger Jahren war Taylor an der Südwestgrenze der USA stationiert und kurz vor Ausbruch des Mexikanischen Krieges in Texas. Dort drang er in das umstrittene Gebiet zwischen dem Nueces und dem Rio Grande vor und besiegte bei Palo Alto und Roseca de la Palma (8./9. Mai 1846) eine mexikanische Abteilung. Diese Schlachten machten Taylor berühmt, führten aber auch zur Kriegserklärung der USA an Mexiko. Taylor, nun Generalmajor, eroberte anschließend Matamoros und Monterrey. Teile seiner Truppen wurden abkommandiert, um sich General Winfield Scott in Zentralmexiko anzuschließen; dennoch konnte Taylor am 22./23. Februar 1847 ein zahlenmäßig überlegenes Heer unter dem mexikanischen Präsidenten Antonio López de Santa Anna bei Buena Vista schlagen.
Taylor besaß nur wenig politische Erfahrung; er lag aber im Streit mit Präsident James K. Polk und sympathisierte mit den Whigs. Er erschien den Whigs daher als geeigneter Kandidat. Obwohl er sich selbst für parteilos erklärte, außerdem Sklaven besaß, was ihn im Norden hätte unbeliebt machen können, ernannte ihn die Partei der Whigs 1848 zu ihrem Präsidentschaftskandidaten; bei den Präsidentschaftswahlen besiegte Taylor seine beiden Gegenkandidaten. Die Regierung Taylor sah sich mit großen Schwierigkeiten konfrontiert. Um britischen Ambitionen in Zentralamerika einen Riegel vorzuschieben, schloss Taylor den Clayton-Bulwer-Vertrag (1850) und unterband so das Vorhaben, hier einen Kanal zwischen Atlantik und Pazifik zu bauen. Dieser Vertrag stieß in den USA auf Kritik. Taylor trat dafür ein, Kalifornien und New Mexico, die durch den Mexikanischen Krieg an die USA gefallen waren, unmittelbar als Bundesstaaten aufzunehmen. Aber als Kalifornien die Sklaverei verbot, widersetzte sich der Süden der Aufnahme Kaliforniens in die Union. Der Präsident verweigerte sich jedem Kompromiss, z. B. den Vorschlägen Henry Clays, die darauf abzielten, Zugeständnisse des Südens mit Entgegenkommen des Nordens aufzuwiegen. Taylor erklärte sich im Gegenteil sogar zu Gewaltmaßnahmen bereit, um die Spaltung oder die angedrohte Übernahme des östlichen New Mexico durch Texas zu verhindern. Durch seine Kompromisslosigkeit verlor er jegliche Unterstützung der Whigs im Süden. Mitten in dieser Auseinandersetzung um das neu gewonnene mexikanische Territorium wurde Taylor krank und starb am 9. Juli 1850. Sein Tod machte den Weg für die Annahme des Kompromisses von 1850 frei. Taylor war ein guter, aber keineswegs brillanter General, der in einer politisch schwierigen Phase Präsident wurde. Die Frage, ob die Fortführung seiner harten Linie gegenüber dem Süden den Amerikanischen Bürgerkrieg verhindert hätte, wird unbeantwortet bleiben.
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