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Windows Live® Suchergebnisse IridiumEnzyklopädieartikel
Iridium, chemisches Symbol Ir, silberweißes metallisches Element mit der Ordnungszahl 77, das unter Cobalt und Rhodium in der achten Nebengruppe des Periodensystems steht und zusammen mit Ruthenium, Rhodium, Palladium, Osmium und Platin zur Gruppe der Platinmetalle zählt. Iridium gehört außerdem zu den Edel- und Übergangsmetallen. Das Element wurde 1804 zusammen mit Osmium von dem englischen Chemiker Smithson Tennant entdeckt. Wegen der vielen Farben seiner Verbindungen wurde es nach dem griechischen Wort iris für Regenbogen benannt. In der Natur kommt Iridium in Form von zwei Isotopen vor, Iridium 191 (37 Prozent) und Iridium 193 (63 Prozent). Unter den Elementen der Erdkruste steht es an 83. Stelle. Iridium kommt in gediegenem und gebundenem Zustand in Erzen vor, meist in Begleitung anderer Platinmetalle. Mineralien mit Osmium sind Iridosmium (Iridiumgehalt um 50 Prozent) und Osmiridium (Iridiumgehalt um 70 Prozent). Reines Iridium ist ein sehr hartes und sprödes Metall, das bei 2 443 °C schmilzt und bei 4 530 °C siedet. Mit 22,65 Gramm pro Kubikzentimeter hat es unter den Platinmetallen die höchste Dichte und zählt zu den dichtesten Elementen. Seine Härte beträgt 7, seine Atommasse 192,22 u.
In Verbindungen tritt Iridium mit den Oxidationsstufen von -1 bis +6 auf, am häufigsten sind die Oxidationsstufen +3, +4 und 0. In kompakter Form ist das Metall chemisch relativ inert. Es wird beispielsweise nicht von Mineralsäuren (z. B. Schwefelsäure) angegriffen. Dagegen löst es sich in pulverisierter Form langsam in Königswasser auf:
Technisch wird Iridium nur in Form von Legierungen verwendet. Platinlegierungen mit 1 bis 10 Prozent Iridium zeichnen sich durch große Härte und chemische Widerstandsfähigkeit aus. Sie werden z. B. zur Herstellung von Laborgeräten und von Elektroden für Zündkerzen, ferner für Präzisionswerkzeuge, chirurgische Instrumente, Schreibfederspitzen sowie für Standardgewichte und -längenmaße verwendet. Komplexverbindungen (siehe Koordinationschemie) des Iridiums nutzt man als Katalysator zur Herstellung von Aldehyden und Alkoholen aus Alkenen (siehe Kohlenwasserstoffe), Kohlenmonoxid und Wasserstoff (Oxosynthese oder Hydroformylierung).
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