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Windows Live® Suchergebnisse PiroleEnzyklopädieartikel
Pirole, Familie der Sperlingsvögel mit 26 Arten, die vorwiegend Afrika und tropische Gebiete Asiens bewohnen. Die Männchen der etwa starengroßen Pirole sind meist leuchtend gelbschwarz oder (wie beim Blutpirol Südasiens) schwarz und rotbraun gefärbt, die Weibchen sind unauffälliger graugrün oder braun. Beim ostasiatischen Schwarznackenpirol zieht ein schwarzes Band vom Schnabelansatz über den Kopf. Als Baumbewohner besiedeln Pirole Wälder und Parkanlagen und ernähren sich von Wirbellosen wie Insekten und von Früchten. Pirole bauen in Baumkronen schüsselförmige Hängenester, in denen sie pro Gelege zwei bis fünf Eier bebrüten. Das Männchen des in Eurasien und im nördlichen Afrika heimischen, 24 Zentimeter großen Pirols ist goldgelb und schwarz gefärbt, das Weibchen ist grünlich. Der Pirol besiedelt sonnendurchflutete, insbesondere auch feuchte Laub- und Auenwälder, Obstgärten mit hochstämmigen Bäumen, Olivenhaine, Pappelalleen und Parks mit Altbäumen. Das aus Gras gewebte Nest befindet sich in einer Astgabel, die Eier werden zwei Wochen bebrütet; die Brutpflege übernimmt das Weibchen praktisch allein. Der wie düdliö klingende Ruf brachte dem Pirol im Volksmund den Namen „Vogel Bülow” ein. In Mitteleuropa hält sich der Pirol von Mitte Mai (deshalb auch „Pfingstvogel”) bis August im Brutgebiet auf. Er überwintert südlich der Sahara, im Süden bis zu den Kapprovinzen; in Asien ist er Standvogel. Um die Mitte des 20. Jahrhunderts erweiterte der Pirol sein europäisches Areal und besiedelt jetzt auch Dänemark und Großbritannien. In Mitteleuropa gab es dagegen seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts in manchen Gebieten Bestandsrückgänge aufgrund von Lebensraumzerstörung, insbesondere durch Abholzung von Altbaumbeständen und Zerstörung von Auwäldern; in anderen Regionen blieben die Bestände jedoch gleich oder entwickelten sich sogar positiv. In Mitteleuropa brüten etwa 250 000 bis 400 000 Paare. Systematische Einordnung: Pirole bilden die Familie Oriolidae der Ordnung Passeriformes. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Pirols lautet Oriolus oriolus, der Schwarznackenpirol heißt Oriolus chinensis und der Blutpirol Oriolus traillii.
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