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Sirimawo Bandaranaike

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Sirimawo BandaranaikeSirimawo Bandaranaike

Sirimawo Bandaranaike (1916-2000), Politikerin und Ministerpräsidentin von Sri Lanka (1960-1965, 1970-1977 und 1994-2000).

Sirimawo wurde am 17. April 1916 geboren; sie entstammte einer der reichsten Familien des damaligen Ceylon. 1940 heiratete sie Solomon Bandaranaike, der 1956 Ministerpräsident von Sri Lanka wurde. Nach der Ermordung ihres Mannes im Jahr 1959 übernahm Sirimawo Bandaranaike die Führung der Sri Lanka Freedom Party (SLFP), die ihr Mann mitbegründet hatte, und wurde 1960, nach dem Wahlsieg der SLFP, Ministerpräsidentin – sie war weltweit die erste Frau im Amt des Ministerpräsidenten. Sie setzte den probuddhistischen, prosinghalesischen und sozialistischen Kurs ihres Mannes fort, verlor jedoch allmählich die Unterstützung der Bevölkerung und erlitt bei den Wahlen von 1965 eine Niederlage.

1970 kehrte Frau Bandaranaike an die Macht zurück; sie verstaatlichte einige Industriezweige und Plantagen, gab dem Land eine neue Verfassung und wandelte es in eine Republik um. Während ihrer zweiten Amtszeit verschärften sich die ethnischen Spannungen zwischen Singhalesen und tamilischer Minderheit, die in zum Teil bürgerkriegsartigen Ausschreitungen und Aufständen eskalierten. Zudem verschlechterte sich die wirtschaftliche Lage; beides trug zu Sirimawo Bandaranaikes vernichtender Niederlage bei den Wahlen von 1977 bei. Unter dem Vorwurf des Machtmissbrauchs wurde sie 1980 aus dem Parlament ausgeschlossen und der Bürgerrechte für verlustig erklärt.

1986 wurde Sirimawo Bandaranaike rehabilitiert und übernahm wieder den Vorsitz der SLFP. Ihre Tochter Chandrika Kumaratunga ernannte nach ihrer Wahl zur Staatspräsidentin im November 1994 ihre Mutter erneut zur Ministerpräsidentin; seit der Verfassungsreform von 1978 verfügt der sri-lankische Ministerpräsident allerdings über kaum mehr als repräsentative Funktionen. Im August 2000 trat Sirimawo Bandaranaike aus gesundheitlichen Gründen zurück, aber auch, um ihrer Tochter den Weg für eine Kabinettsumbildung frei zu machen. Sirimawo Bandaranaike starb am 10. Oktober 2000 bei Colombo.

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