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Heraklit

Enzyklopädieartikel

Heraklit (um 550 bis ca. 480 v. Chr.), griechischer Philosoph und Vorsokratiker. Er erklärte das Feuer zum Ursprungsprinzip des Seienden und vertrat die Auffassung, dass die Welt in einem steten Wandel begriffen sei. Das einzige Werk, das ihm nahezu eindeutig zugeschrieben werden kann, ist die in Prosa verfasste Schrift Über die Natur, die nur fragmentarisch überliefert ist.

Heraklit wurde in Ephesus geboren, einer griechischen Stadt in Kleinasien. Für ihn war das Feuer die Ursubstanz oder das Urprinzip, aus dem durch Verdichtung und Verdünnung alles Seiende entsteht. In seiner Naturphilosophie betrachtete Heraklit das „Werden” oder „Fließen” als wesentlichen Bestandteil der Wirklichkeit, das allen Dingen, auch den scheinbar unveränderlichen, zugrunde liegt (panta rei: alles fließt). Um dieser Grundthese Ausdruck zu verleihen, prägte er den Satz: „Niemand kann zweimal in denselben Fluss steigen.” Ein bedeutender Schüler Heraklits war Empedokles. Gegenpole zu seiner Philosophie finden sich bei Demokrit und den Eleaten.

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