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Esel

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HauseselHausesel

Esel, zwei Arten von Unpaarhufern, die nahe mit Pferden verwandt sind. Der Hausesel stammt vom Afrikanischen Wildesel ab. Mit einer Schulterhöhe von ungefähr 1,25 Metern ist der Hausesel wie auch der Afrikanische Wildesel kleiner als ein Pferd. Haus- und Wildesel haben sehr lange Ohren, ein graues Fell mit weißlichem Bauch und Maul, eine kurze, aufrecht stehende Nackenmähne und einen Schwanz, der in einer langen Quaste endet.

Der Afrikanische Wildesel hat eine Kopfrumpflänge von etwa zwei Metern, er wiegt bis 275 Kilogramm. Er lebt in Wüsten und Halbwüsten in Somalia, Äthiopien und dem Sudan. Seine Nahrung besteht aus Gräsern, Blättern und Rinde. Eselhengste bilden Territorien von etwa 20 Kilometern Größe. Die Herden werden von einer Stute angeführt, sie bestehen aus 10 bis 15 Tieren. Stuten bringen nach einer einjährigen Tragzeit ein Junges zur Welt, das sechs bis acht Monate gesäugt wird. Afrikanische Wildesel können Laufgeschwindigkeiten von 50 Kilometern pro Stunde erreichen.

Afrikanische Wildesel wurden um 4000 v. Chr. von den Ägyptern domestiziert. Sie sind trittsicherer als Pferde und werden daher auf Gebirgspfaden eingesetzt. Auch erreichen sie ein höheres Alter als Pferde – im Allgemeinen 25 bis 50 Jahre. Esel dienen vor allem als Lasttiere. Maultiere bzw. Maulesel sind Kreuzungen aus Esel und Pferd.

Vom Asiatischen Wildesel oder Halbesel gibt es mehrere Unterarten. Der Kulan ist in den Wüstengebieten der Mongolei verbreitet. Er wird etwas größer als der Afrikanische Esel, hat jedoch wesentlich kleinere Ohren und zumeist eine rotbraune Färbung, auch gelbliche und graue Varianten sind bekannt. Kurzzeitig bis zu 70 Kilometer pro Stunde schnell, kann er über zwei Stunden ein Tempo von 24 Kilometern pro Stunde einhalten.

Der Kiang ist der größte Wildesel Asiens, er lebt in den Hochebenen Tibets. Neben ihm gibt es noch eine weitere asiatische Form, den Onager. Der Onager ist kleiner – ein flinkes Tier mit üppigem gelblich braunem Fell. Sein Lebensraum erstreckt sich über die Wüstengebiete des Irans und Syriens östlich bis nach Indien.

Wildesel werden wegen ihres Fleisches gejagt, das höher geschätzt wird als das von Hirschen, sowie wegen ihrer Haut, aus der Chagrinleder hergestellt wird. In Afrika ist der Bestand an wild lebenden Eseln auf ungefähr 3 000 zurückgegangen. Auch der Asiatische Wildesel ist stark bedroht. In der Mongolei gibt es jedoch noch einige wilde Herden mit bis zu 1 000 Tieren.

Systematische Einordnung: Esel gehören zur Familie Equidae. Der Afrikanische Wildesel heißt zoologisch Equus asinus oder Equus africanus, der Asiatische Wildesel oder Halbesel wird Equus hemionus genannt, der Kulan Equus hemionus kulan, der Kiang Equus hemionus kiang und der Onager Equus hemionus onager.

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