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  • Milchsäure – Wikipedia

    Milchsäure (lat. acidum lacticum) ist eine chemische Verbindung, die ein wichtiges Zwischenprodukt im Stoffwechsel darstellt. Milchsäure ist zum Beispiel ein Produkt beim Abbau ...

  • Milchsäure, Hydroxypropansäure

    Eigenschaften: Die in saurer Milch weit verbreitete DL-Milchsäure enthält zwei Isomere mit Spiegelbild-Isomerie (s.o.). Die saure Milch enthält daher ein Racemat, d.h. ein ...

  • Milchsäure ist nicht Laktat

    Milchsäure ist lange Zeit für einige mehr oder weniger schmerzhafte Erscheinungen im menschlichen Körper verantwortlich gemacht worden. Heute nimmt man an, dass es sie in ...

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Milchsäure

Enzyklopädieartikel

Milchsäure (auch 2-Hydroxypropionsäure), farblose Hydroxycarbonsäure mit der Formel CH3CHOHCOOH. Milchsäure kommt in drei verschiedenen Formen in der Natur vor, von denen zwei optisch aktiv sind. Unter der optischen Aktivität versteht man die charakteristische Eigenschaft einer Substanz, die Polarisationsebene von linear polarisiertem Licht zu drehen (siehe Optik: Polarisation des Lichtes). Der physikalische Hintergrund für dieses Drehvermögen ist die schraubenartige Struktur der Moleküle, bzw. bei Kristallen die schraubenförmige Kristallstruktur. Bei den optisch aktiven Formen der Milchsäure handelt es sich um die rechts- und linksdrehenden Enantiomere R-(-)- und S-(+)-Milchsäure (früher D-(-)- und L-(+)-Milchsäure). Der Begriff „Enantiomer” stammt aus dem Griechischen und bedeutet sinngemäß „Gegenteil”. Bei der dritten Form handelt es sich um das racemische Gemisch (Racemat) der Enantiomere, das man auch als (±)-Milchsäure bezeichnet. Im Racemat heben sich die unterschiedlichen optischen Eigenschaften der Enantiomere gegenseitig auf, d. h., Racemate drehen die Polarisationsebene von linear polarisiertem Licht nicht – Racemate sind optisch inaktiv.

Die Vorzeichen R- und S- symbolisieren nur die räumliche Anordnung (Konfiguration) am so genannten chiralen Zentrum der Moleküle. Das ist im Fall der Milchsäure das Kohlenstoffatom C*, an dem sich vier verschiedene Substituenten befinden: CH3C*HOHCOOH. Im Gegensatz dazu geben die Vorzeichen (+) und (-) die optische Drehrichtung wieder, (+) für die Rechtsdrehung und (-) für die Linksdrehung.

(±)-Milchsäure wird in der Regel durch Gärung aus Lactose (Milchzucker), Stärke, Saccharose (Rohrzucker) oder Molke hergestellt. Sie verursacht u. a. das Sauerwerden von Milch. Sie wird bei der Herstellung von Käse, Sauerkraut, alkoholfreien Getränken (z. B. Limonaden) und anderen Nahrungsmitteln eingesetzt. Kleine Mengen an S-(+)-Milchsäure treten in Blut, Muskeln und weiteren Körperflüssigkeiten und Organen auf. Diese werden durch Körpergewebe, hauptsächlich Muskeln, produziert, das aus der Metabolisierung von Zucker in Abwesenheit von Sauerstoff Energie bezieht. Bilden sich größere Mengen an S-(+)-Milchsäure im Muskel, so führt das zu Erschöpfung und kann Krämpfe nach sich ziehen. R-(-)-Milchsäure wird durch bestimmte Bakterien aus Glucose erzeugt.

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