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Wohlfahrtsausschuss

Enzyklopädieartikel

Wohlfahrtsausschuss, (französisch Comité du salut public) vom Nationalkonvent 1793 während der Französischen Revolution eingerichtetes Exekutivorgan. Er bestand ursprünglich aus neun (später aus zwölf) Mitgliedern, wurde zur Überwachung des Nationalkonvents und der Regierung eingesetzt und war zunächst nur für einen Monat legitimiert.

Im Juli 1793, nach der Niederlage der gemäßigten Girondisten im Konvent, traten einflussreiche Führer der radikalen Jakobiner, wie Maximilien de Robespierre, Louis de Saint-Just und Georges Danton, dem Ausschuss bei, der jetzt zum Zentrum der Macht im Lande wurde. Im Dezember 1793 übertrug der Konvent dem Ausschuss formell die Exekutivgewalt. Unter Robespierre wurde der Ausschuss zum Organ der Jakobiner-Revolutionsregierung mit diktatorischen Vollmachten; er errichtete die so genannte Schreckensherrschaft, mit der jegliche Opposition im Inneren unterdrückt werden sollte.

Die harten Maßnahmen des Wohlfahrtsausschusses führten zu wachsendem Widerstand und zum Sturz Robespierres und seiner Anhänger am 27. Juli 1794. Die Regierungsgewalt wurde wieder dem Konvent übertragen, der Einfluss des Wohlfahrtsausschusses auf die Außenpolitik beschränkt. Im Oktober 1795 wurde der Ausschuss aufgelöst.

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