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  • Kausalität – Wikipedia

    Dieser Artikel erläutert die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung; zur Zeitschrift Ursache & Wirkung siehe dort.

  • Kausalität – Wikipedia

    Kausalität (lat. causa „Ursache“) bezeichnet die Beziehung zwischen Ursache und Wirkung, also die Einheit beider Ereignisse/Zustände zusammen.

  • Kausalität

    Kausalität der Pflichtwidrigkeit und rechtmäßiges Alternativverhalten. Die Kausalität der Pflichtwidrigkeit ist gegeben, wenn das pflichtgemäße Verhalten die ...

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Kausalität

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Einleitung

Kausalität (von mittellateinisch causalitas: Ursächlichkeit), in der Philosophie der Zusammenhang zwischen Ursache und Wirkung. Dieses Verhältnis ist korrelativ, d. h. eine Ursache bedingt eine Wirkung und eine Wirkung ist immer auch auf eine Ursache bezogen. Der Zusammenhang von Ursache und Wirkung wird nach dem lateinischen Wort für Verbindung (nexus) Kausalnexus genannt. Die Vorstellung, dass nichts ohne Ursache geschehe, wird als Kausalitätsprinzip bezeichnet. Der griechische Philosoph Aristoteles unterschied zwischen vier verschiedenen Typen von Ursachen: der Stoffursache, der Formursache, der Wirkursache und der Zweckursache. Der Stoff ist das, woraus alles gefertigt ist – z. B. ist Messing oder Marmor der Stoff einer gegebenen Statue. Die Formursache ist die Form, der Typ oder das Muster, nach welchem alles gefertigt wurde. Dementsprechend wäre der architektonische Stil die Formursache eines Hauses. Die Wirkursache ist die unmittelbare Kraft, die bei der Entstehung eines Werkes eingesetzt wird, wie z. B. die körperliche Kraft eines Arbeiters. Die Zweckursache ist das Ziel oder die Bestimmung, die das gefertigte Werk erhält – so z. B., dass jemand in dem gebauten Haus wohnen kann. Das von Aristoteles aufgezeigte – und von der Scholastik um zwei Kausalitätstypen erweiterte – Prinzip bildete die Basis für das moderne wissenschaftliche Konzept, dass bestimmte Maßnahmen unter bestimmten Bedingungen zu bestimmten Ergebnissen führen.

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Neuzeitliche Theorien

In der neuzeitlichen Philosophie wurde das Kausalitätsgesetz von Aristoteles kritisiert. Der französische Philosoph und Mathematiker René Descartes und seine Schule vertraten die Auffassung, dass eine Ursache die Eigenschaften der Wirkung beinhalten müsse. Die Naturwissenschaftler des 17. und 18. Jahrhunderts vertraten häufig eine mechanistische Ansicht des Kausalitätsprinzips, wobei sie die Ursache auf eine Bewegung oder eine Veränderung reduzierten. Hierauf folgt eine weitere Bewegung oder Veränderung, die gleichförmig verläuft und mathematisch berechnet werden kann. Der englische Philosoph David Hume führte die Behauptung von Sextus Empiricus zu einer logischen Schlussfolgerung: Die Kausalität ist keine reelle Beziehung, sondern eine geistige Vorstellung. Zur Begründung des Ursprungs dieser Vorstellung bediente sich Hume des Gesetzes der Assoziation.

Humes Erläuterung der Ursache veranlasste den deutschen Philosophen Immanuel Kant zu der Annahme, dass die Ursache eine fundamentale Kategorie des Verstands sei. Nach Kant wird die erkennbare und objektive Welt, wie sie für uns existiert, durch die Tätigkeit unseres Verstands hergestellt. Unbefriedigend war für Kant jedoch, dass Hume die Erfahrung bloß als eine Folge von Wahrnehmungen ohne Beziehungen oder logische Zusammenhänge betrachtete. Er schloss, dass die Kausalität eines der Prinzipien des logischen Zusammenhangs sei, die in der Welt der Erscheinungen vorherrschen. Dieses Prinzip der Kausalität ist nicht eine Gewohnheit des Denkens, wie der Empirist Hume annahm, sondern liegt als Kategorie unserem Verstand zugrunde (siehe Empirismus).

Der englische Philosoph John Stuart Mill griff das Problem an dieser Stelle auf. Er verneinte die Aussage der Transzendentalphilosophie Kants, dass die Verstandestätigkeit für unsere Vorstellung von der Welt verantwortlich sei. Mill versuchte den Glauben an das universelle Kausalprinzip anhand von empirischen Prinzipien zu rechtfertigen. Eine Behauptung ist für ihn nur bedeutungsvoll, wenn sie etwas aussagt, was erfahren werden kann. Der französische Philosoph Henri Bergson hingegen stellte die Behauptung auf, dass die äußerste Realität oder das Leben nicht aufgrund exakter kausaler Folgen verknüpft sei, sondern dass es ein Entwicklungsprozess sei, in welchem das Nichtvoraussagbare, also das Nichtverursachte, ständig vorkomme. In der Realität erfolgt niemals eine genaue Wiederholung. Gibt es also keine Wiederholung, so gibt es auch keine Ursache. Ursache bedeutet, dass etwas Vorhergehendes immer wieder dieselben Ergebnisse zur Folge hat. Dieser Grundsatz wird neuerdings auch von der Chaosforschung vertreten, die die Abweichung physikalischer Phänomene vom Gesetz ihrer Vorhersage untersucht (siehe Chaostheorie). Damit wird das so genannte Kausalgesetz angezweifelt, das besagt, dass gleiche Ursachen auch gleiche Wirkungen nach sich ziehen müssen.

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