Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Störche", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren.
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Störche

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Störche

Enzyklopädieartikel
Multimedia
WeißstorchWeißstorch

Störche, Familie der Stelzvögel mit 19 Arten. Sie sind mit den Reihern und Ibissen verwandt. Störche sind große, langbeinige Vögel mit einem kräftigen, spitzen Schnabel und breiten Flügeln. Im Flug wird der Hals im Gegensatz zu den Reihern ausgestreckt und nicht gekrümmt getragen. Störche sind nicht zur Stimmbildung befähigt. Als gute Segelflieger halten sie sich oft hoch in der Luft auf.

Der einen Meter große Weißstorch ist ein in Eurasien weit verbreiteter Zugvogel, er kommt neben dem seltenen Schwarzstorch auch in Deutschland vor. Durch das weiße Gefieder, die schwarzen Schwingen sowie den roten Schnabel und die roten Beine ist er leicht zu erkennen. Weißstörche bewohnen Feuchtwiesen und Sümpfe, wo sie sich von Fischen, Amphibien, Reptilien, jungen Vögeln und kleinen Säugetieren ernähren. Ihre groben Nester werden aus Zweigen und Schilf errichtet und befinden sich in Baumwipfeln oder auf Gebäuden.

Der Schwarzstorch ist mit 97 Zentimetern etwas kleiner. Sein Gefieder ist auf dem Rücken glänzend schwarz und auf der Unterseite weiß gefärbt. Sein Verbreitungsgebiet erstreckt sich wie das des Weißstorches auf weite Teile Europas, Asiens und Afrikas. Er ist vom Aussterben bedroht und nur noch in unberührten Wäldern mit geeigneten Nahrungsgewässern zu finden. In neuerer Zeit breitet sich diese Art westlich der Elbe erneut aus.

Der dem Weißstorch ähnliche Maguari-Storch lebt in den Sümpfen und Savannen Südamerikas, von den Llanos Kolumbiens und Venezuelas bis in die Pampa Argentiniens. An Plätzen mit reichem Nahrungsangebot sammeln sich die Tiere in großen Schwärmen. Weitere amerikanische Störche sind der Amerika-Nimmersatt oder Waldstorch im Süden der USA und der südamerikanische Jabiru. Der Amerika-Nimmersatt ist etwa einen Meter lang, hat einen schwarzen Kopf und einen ungefiederten Hals. Flügel und Schwanz sind teilweise schwarz, das restliche Gefieder ist weiß gefärbt. Waldstörche sammeln sich in großen Schwärmen und brüten in Kolonien.

In Südasien und auf den Ostindischen Inseln kommt der Indische Marabu vor, der mit etwa zwei Metern Länge die größte Marabuart ist. Wie bei den anderen Marabus ist sein Kopf und Hals in Anpassung an die Ernährungsweise unbefiedert: Marabus sind wie Geier Aasfresser. Marabus tragen einen großen Kehlsack, der bei der Balz als Schauapparat dient. Die Neuweltgeier werden nach neuerer systematischer Einteilung aufgrund biochemischer und morphologischer Merkmale ebenfalls zur Verwandtschaft der Störche gerechnet.

Systematische Einordnung: Störche bilden die Familie Ciconiidae. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Weißstorches lautet Ciconia ciconia, die des Schwarzstorches Ciconia nigra und die des Maguari-Storches Euxenura maguari. Marabus bilden die Gattung Leptopilos. Der Indische Marabu wird wissenschaftlich Leptoptilos dubius genannt. Der Amerika-Nimmersatt heißt Mycteria americana und der Jabiru Jabiru mycteria.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft