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Windows Live® Suchergebnisse MoldauEnzyklopädieartikel
Moldau, auch Moldawien, rumänisch Moldova, historische Landschaft und ehemaliges Fürstentum im heutigen Rumänien und Moldawien, zu dem auch die Bukowina und Bessarabien gehörten. 1352/53 vereinte König Ludwig I. von Ungarn die auf dem Boden des späteren Fürstentums Moldau bestehenden Herrschaften zu einer Grenzmark. Bereits 1359 löste sich die Moldau, mit der Bukowina und Bessarabien zu einem Fürstentum vereinigt, aus der ungarischen Lehnshoheit. Im 15. Jahrhundert konnte das Fürstentum seine Grenzen bis zum Dnjestr und zum Schwarzen Meer ausdehnen und vorerst noch gegenüber dem Osmanischen Reich seine Souveränität behaupten. Zugleich erlebte das Fürstentum eine Zeit hoher kultureller und wirtschaftlicher Blüte. 1504 musste das Fürstentum schließlich doch die Oberhoheit des Osmanischen Reiches anerkennen, behielt aber vorerst das Recht auf freie Fürstenwahl, auf unabhängige Gesetzgebung und Verwaltung bei. In der Folge nahmen die Osmanen jedoch immer stärker Einfluss auf die inneren Angelegenheiten des Fürstentums Moldau, und 1711 setzten sie schließlich griechische Phanarioten als Hospodare (Landesfürsten) in Moldau ein. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts geriet das Fürstentum zunehmend in den Mittelpunkt der russisch-osmanischen Auseinandersetzungen (siehe Russisch-Türkische Kriege). 1775 musste das Osmanische Reich die Bukowina Österreich überlassen, 1792 die Schwarzmeerküste bis zum Dnjestr Russland, und 1812 verlor es Bessarabien an Russland. Ab 1822 herrschten wieder einheimische Fürsten in der Moldau, die bald auch wieder weitgehend autonom wurde. Während des Krimkrieges (1853-1856) stand die Moldau unter österreichischer Besatzung. Im Frieden von Paris erhielt die Moldau 1856 von Russland Südbessarabien, das es jedoch 1878 entsprechend den Beschlüssen des Berliner Kongresses wieder an Russland zurückgeben musste. 1862 vereinigte Fürst Alexandru Ion Cuza die Fürstentümer Moldau und Walachei und proklamierte das Fürstentum Rumänien.
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