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Windows Live® Suchergebnisse HermelinEnzyklopädieartikel
Hermelin, kleiner Marder aus der Artengruppe der Wiesel, auch Großes Wiesel genannt. Das Hermelin hat eine Kopfrumpflänge von 17 bis 33 Zentimetern, es wiegt maximal 350 Gramm. Das oberseits braune Fell färbt sich im Winter bis auf die gleich bleibend schwarze Schwanzspitze weiß. Bei fehlender Schneedecke bietet die weiße Färbung zwar keine Tarnung, wohl aber Kälteschutz, da die unpigmentierten Haare luftgefüllt sind. Das tag- und nachtaktive Hermelin lebt in den gemäßigten und subarktischen Regionen Europas, Nordamerikas und Asiens. Es bewohnt vielfältige Lebensräume wie offenes Kulturland, Steppen, Wälder oder Gebirge und ist zumeist auf dem Boden anzutreffen. Das Hermelin ernährt sich vorwiegend von Nagetieren, erbeutet aber auch andere Wirbeltiere sowie Vogeleier. Das Weibchen bringt nach einer verlängerten Tragzeit (Keimruhe) von neun bis zehn Monaten vier bis sieben, manchmal bis zu zehn Junge zur Welt, die 60 Tage gesäugt werden. Bemerkenswerterweise können die Weibchen schon als Säuglinge erfolgreich begattet werden. Feinde des Hermelins sind Raubtiere und Greifvögel. Hermeline werden durchschnittlich nur 1,3 Jahre alt. Früher war es nur den höchsten Mitgliedern des Adels gestattet, Hermelinpelze zu tragen; später wurde der Hermelinpelz zum Amtszeichen gerichtlicher Würdenträger. Systematische Einordnung: Das Hermelin gehört zur Familie Mustelidae. Die wissenschaftliche Bezeichnung des Hermelins lautet Mustela erminea.
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