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Katalonien

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Katalonien: BildergalerieKatalonien: Bildergalerie
Artikelgliederung
1

Einleitung

Katalonien (spanisch Cataluña, katalanisch Catalunya), autonome Region im Nordosten von Spanien. Das Gebiet umfasst 32 113 Quadratkilometer; damit ist Katalonien die sechstgrößte Region in Spanien. Mit einer Einwohnerzahl von etwa 7,21 Millionen (2007) steht Katalonien hinsichtlich Bevölkerungsreichtum nach Andalusien an zweiter Stelle aller spanischer Regionen. Hauptstadt und größte Stadt ist Barcelona.

2

Physische Geographie

Im Norden hat das Gebiet von Katalonien Anteil an den östlichen Pyrenäen und grenzt an Frankreich und Andorra, im Westen grenzt es an die spanische Region Aragonien, im Osten an das Mittelmeer, im Süden reicht Katalonien bis an den Rand des Ebrobeckens. Das weit ins Meer hinausragende, rund 80 Meter hohe Cap de Creus an der Costa Brava markiert den östlichsten Punkt der Iberischen Halbinsel.

Die Region wird vom Katalonischen Randgebirge durchzogen, das parallel zur Küste von Nordosten nach Südwesten verläuft. Es verbindet die Ausläufer der Pyrenäen mit dem nordöstlichen Teil des Iberischen Randgebirges. Das Katalonische Randgebirge wird von mehreren in das Mittelmeer mündenden Flüssen – darunter Ebro, Llobregat und Ter – in zum Teil schluchtartigen Tälern durchquert. Das Gebirge wurde durch tektonische Aktivität in mehrere Bergstöcke aufgeteilt; die mächtigsten sind Montseny, Montsant und Montserrat. Zwischen der Gebirgskette und der niedrigeren Küstenkette erstreckt sich das Katalonische Längstal, ein dicht besiedeltes und fruchtbares Gebiet.

Der Großteil der Region ist bewaldet, zu den dominierenden Baumarten gehören Korkeichen und Steineichen. Im katalanischen Abschnitt des Ebrobeckens ist es mit mittleren Jahresniederschlägen von etwa 400 Millimetern relativ trocken, in den Hochlagen der Gebirge werden an windexponierten Hängen in feuchten Jahren Werte von 1 000 bis 1 200 Millimetern überschritten.

3

Bevölkerung und Verwaltung

Die größten Städte sind Barcelona, die Hauptstadt der Region, Sabadell, Tarrasa, Tarragona, Lérida und Gerona. Das Verbreitungsgebiet der katalanischen Sprache reicht weit über die Grenzen der autonomen Region hinaus. Ihre Gleichstellung mit dem Kastilischen in der Verwaltung und im Unterrichtswesen ist in der spanischen Verfassung garantiert.

Katalonien gliedert sich verwaltungsmäßig in die vier Provinzen Barcelona, Gerona, Lérida und Tarragona, die nach den jeweiligen Provinzhauptstädten benannt sind.

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Wirtschaft

Katalonien ist eine der wohlhabendsten und wirtschaftlich am weitesten entwickelten Regionen Spaniens. Traditionell von großer Bedeutung ist die Landwirtschaft; Hauptanbauprodukte sind Mais, Weizen, Roggen, Mandeln, Walnüsse, Feigen, Trauben, Flachs und Süßholz. Auch Südfrüchte (vor allem Orangen) werden in großem Umfang kultiviert. Bei der Viehzucht dominiert die Haltung von Schweinen, Ziegen und Schafen. Weitere wichtige Wirtschaftszweige sind Fischerei, Weinbau, Herstellung von Baumwolltextilien und Abbau von Kalium.

Mit Barcelona besitzt Katalonien das herausragende Zentrum Spaniens in den Bereichen Industrie, Finanzwesen und Medien. Der Hafen der Stadt ist der wichtigste des Landes und einer der bedeutendsten im gesamten Mittelmeerraum. Um die Metropole haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zahlreiche Fahrzeugbetriebe angesiedelt, ein großer Teil der spanischen Automobilproduktion erfolgt im Umland von Barcelona. Dementsprechend hoch ist die Zuwanderung in die katalanische Hauptstadt.

Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist der Fremdenverkehr. Neben dem Tourismus in die größeren Städte spielt dabei die Costa Brava als Ziel vieler Urlauber eine herausragende Rolle. Entlang der Küste wurden viele Ferienanlagen errichtet. Neben den positiven wirtschaftlichen Auswirkungen für viele Einheimische hat die Verbauung in manchen Gebieten ein kritisches Ausmaß erreicht. Dennoch hat die „Wilde Küste” einen großen Teil ihres Reizes bewahrt. Eine weitere Attraktion ist das Bergmassiv Montserrat mit seinem berühmten Benediktinerkloster aus dem 12. Jahrhundert.

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