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Windows Live® Suchergebnisse HymnusEnzyklopädieartikel
Hymnus, feierlicher Lob- und Preisgesang vor allem der lateinischen Kirche. Die Ursprünge des Hymnus liegen im religiösen Gesang der Urgemeinde. Allgemein wird der Begriff für das im 4. Jahrhundert n. Chr. entstandene religiöse, streng rhythmisch und metrisch geregelte Strophenlied verwendet. Die ersten Versuche, den Hymnus in die westliche Liturgie einzuführen, wurden von Hilarius von Poitiers unternommen. Nach ihm gelang dies Ambrosius von Mailand, von dessen Dichtungen mehrere noch heute in Gebrauch sind, z. B. Deus creator omnium und Jesu redemptor gentium. Von der römischen Kirche wurden die Hymnen erst im 13. Jahrhundert in die Liturgie aufgenommen. Die ersten mehrstimmigen Hymnenbearbeitungen entstanden im 12. Jahrhundert. Aus späterer Zeit liegen auch Hymnenbearbeitungen mit Instrumenten und Orgelbearbeitungen vor. Die europäischen Zentren der Hymnendichtung waren Italien (Mailand), Spanien, Frankreich und England. Spätere Zentren im deutschsprachigen Raum waren Fulda, Sankt Gallen und Reichenau. Da die formalen Grundlagen der Hymnenkomposition über die Jahrhunderte annähernd gleich geblieben sind, konnte die Hymnentradition bis in die neueste Zeit fortgeführt werden.
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