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Zhao ZiyangEnzyklopädieartikel
Zhao Ziyang (1919-2005), chinesischer Politiker, Ministerpräsident der Volksrepublik China (1980-1987) und Generalsekretär der Kommunistischen Partei Chinas (1987-1989). Zhao wurde am 17. Oktober 1919 als Sohn eines Grundbesitzers in der Provinz Henan geboren. 1938 trat er der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) bei. 1965 stieg er zum ersten Sekretär der Partei in der Provinz Guangdong auf, wurde jedoch zwei Jahre später im Zuge der Säuberungsaktionen während der Kulturrevolution (1966-1969) wieder entmachtet, anschließend aber rehabilitiert. Zhao übernahm erneut die Führung der Partei in Guangdong. Von 1975 bis 1980 leitete er die Hauptverwaltung der Provinz Sichuan. 1973 kam er ins Zentralkomitee der Partei, und 1979 wurde er, protegiert von Deng Xiaoping, Mitglied des Politbüros. Als Nachfolger von Hua Guofeng übernahm Zhao 1980 das Amt des Ministerpräsidenten. 1987 wechselte er als Generalsekretär an die Spitze der Partei; hier löste er Hu Yaobang ab. Sowohl als Ministerpräsident als auch als Generalsekretär bemühte sich Zhao um Wirtschaftsreformen und um eine vorsichtige politische Liberalisierung sowie um die weitere Öffnung des Landes nach außen. Außerdem sprach er sich für eine stärkere Trennung von Partei und Staat aus und stellte den Führungsanspruch der Partei in Frage. All das ließ ihn in weiten Kreisen der Bevölkerung zu einem Hoffnungsträger werden, entzweite ihn aber zunehmend von seinem Förderer Deng Xiaoping. Bei den Demonstrationen auf dem Platz des Himmlischen Friedens für mehr Demokratie im April/Mai 1989 sympathisierte Zhao offen mit den demonstrierenden Studenten. Er weigerte sich, das von Deng Xiaoping und Ministerpräsident Li Peng beschlossene gewaltsame Vorgehen gegen die Demonstranten mitzutragen. In der Folge wurde er seiner Parteiämter enthoben (neuer Generalsekretär wurde Jiang Zemin) und unter Hausarrest gestellt. Zhao Ziyang starb am 17. Januar 2005 in Peking.
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