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Windows Live® Suchergebnisse Septimius Severus, LuciusEnzyklopädieartikel
Septimius Severus, Lucius (146-211 n. Chr.), römischer Kaiser (193-211). Er wurde am 11. April 146 in Leptis Magna (nahe des heutigen Homs in Libyen) geboren. Nach juristischen Studien in Rom übte Severus verschiedene militärische und politische Ämter aus. 172 war er Quaestor militaris (siehe Quästor) in der Provinz Baetica in Spanien und 190 Statthalter von Oberpannonien. Nach der Ermordung des römischen Kaisers Lucius Aelius Commodus 192 wurde der römische Konsul Publius Helvius Pertinax Kaiser. Schon nach einem Jahr Amtszeit wurde aber auch er ermordet; Severus wurde in Carnutum zum Kaiser ausgerufen. In Rom war inzwischen Didius Severus Julianus von den Prätorianern zum Kaiser ausgerufen und, als sich Severus mit seinen Truppen Rom näherte, ermordet worden. Severus verfolgte Pertinax’ Mörder, löste die Prätorianergarde auf und organisierte sie von Grund auf neu. 194 besiegte er den römischen Statthalter in Syrien, Gaius Pescennius Niger, der im Osten zum Kaiser ausgerufen worden war. In Gallien kämpfte er gegen seinen Rivalen, den römischen Feldherrn Decimus Clodius Albinus, den er zunächst durch den Cäsarentitel beruhigt, nach seinem Sieg über Pescennius aber zum Staatsfeind erklärt hatte. Severus besiegte Clodius 197 und im folgenden Jahr die Parther in Mesopotamien. 208 begab er sich nach Britannien, um dort einen Aufstand niederzuschlagen. Im Norden der Insel bereitete er einen Feldzug gegen die Kaledonier vor und ließ den Hadrianswall an der nördlichen Grenze des römischen Britannien wiederherstellen. Er starb während des Feldzuges am 4. Februar 211 in York. Sein Sohn Caracalla, bereits seit 197 als Augustus Mitregent, wurde sein Nachfolger. Severus’ Regierungszeit gilt als Epoche rechtlicher und militärischer Reformen. Ehemalige Offiziere konnten Ämter in der Zivilverwaltung übernehmen, den Soldaten waren einige Zugeständnisse gemacht worden; Severus ordnete die zentrale Finanzverwaltung neu und führte die Trennung von Privatvermögen des Kaisers und Staatsvermögen ein; er beschränkte die Macht des Senats und nivellierte die Unterschiede zwischen dem Kernland Italien und den Provinzen.
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