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Ringelnatter, häufigste europäische Natter, die wie die Würfelnatter zur Unterfamilie der Wassernattern gehört. Die Ringelnatter kommt, abgesehen von nördlichen Regionen, im größten Teil Europas und Westasiens vor, außerdem in Nordafrika. Diese ungiftige und harmlose Schlange erkennt man in der Regel an ihren hellen, gelblichen oder weißen, halbmondförmigen Flecken beiderseits des Kopfes, die manchen Individuen allerdings fehlen. Der Name Ringelnatter bezieht sich darauf, dass diese Flecken wie ein Ring erscheinen können. Die Grundfärbung ist grau, graublau, grünlich oder oliv, zudem ist die Schlange zumeist schwarz gemustert; manche Tiere sind völlig schwarz. Ringelnattern haben deutlich gekielte Rückenschuppen. Männchen können eine Länge von gut einem Meter erreichen, Weibchen von 1,5 Metern (ausnahmsweise in manchen Regionen möglicherweise bis zu zwei Meter). Ringelnattern bewohnen zumeist feuchte bzw. sumpfige, sowohl bewaldete als auch offene Lebensräume mit dichter Vegetation und halten sich gern in Wassernähe auf; sie können gut tauchen. Gelegentlich kann man Ringelnattern auch in Gebäuden antreffen, wo sie in früheren Zeiten oft geduldet wurden, da sie als Glücksbringer galten. Die tagaktiven Schlangen ernähren sich vorwiegend von Amphibien und kleinen Fischen, erbeuten aber gelegentlich auch Kleinsäuger. Sie sind im Gegensatz zu manchen anderen Wassernattern Eier legend (ovipar) und nicht lebend gebärend (vivipar). Das Weibchen legt zumeist etwa 10 bis 30 (maximal etwa 50) Eier in feuchtes Pflanzenmaterial wie Laub oder Moos, aber auch in Kompost- oder Misthaufen. Nach ein bis zwei Monaten schlüpfen, zumeist im September, gut 15 Zentimeter lange Jungtiere. Im Oktober ziehen sich Ringelnattern bis März/April zur Winterstarre z. B. in den Boden, in Baumstümpfe oder Komposthaufen zurück. Wenn eine Ringelnatter ergriffen wird, entleert sie häufig außer ihrem Darminhalt auch ein stinkendes Sekret aus ihren Afterdrüsen, beißt jedoch in der Regel nicht. Zudem kann sie bei Gefahr ein Totstellverhalten zeigen, das mit geöffnetem Maul und völliger Bewegungslosigkeit einhergeht. Zu den Fressfeinden der Ringelnatter gehören Greifvögel, Störche, Reiher, Raubtiere und Igel. Ringelnattern können über 20 Jahre alt werden. Systematische Einordnung: Die Ringelnatter heißt wissenschaftlich Natrix natrix. Sie gehört zur Unterfamilie Natricinae der Familie Colubridae.
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