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    Die Provinz entdecken: Giulietta e Romeo als Musical in der Arena di Verona am 31. 5., 1. 6. und 2. 6. 2008 um 21.00 Uhr: Opernfestspiele

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Verona

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Luftbild der Arena von VeronaLuftbild der Arena von Verona
Artikelgliederung
1

Einleitung

Verona, Stadt im Norden Italiens und Hauptstadt der Provinz Verona in der Region Venetien, an der Etsch gelegen.

2

Wirtschaft

Verona ist aufgrund seiner Lage zwischen Mailand und Venedig und an der Strecke von Italien über den Brenner nach Mitteleuropa ein wichtiger Verkehrsknotenpunkt. Herausragende Produktionszweige sind Textil- und Papierindustrie, Verarbeitung von Nahrungsmitteln, Herstellung von chemischen und pharmazeutischen Erzeugnissen sowie Maschinenbau. Die Stadt ist Handelszentrum für das in der Umgebung angebaute Obst und Gemüse. Von großer wirtschaftlicher Bedeutung ist außerdem der Fremdenverkehr. Verona ist Schauplatz verschiedener Messen, wie z. B. der Fieragricola, einer Fachmesse für Garten- und Aquakultur, oder der Weinmesse Vinitaly.

3

Bauwerke

Zu den bekanntesten Bauwerken dieser architektonisch reichhaltigen Stadt zählen die romanische Basilika San Zeno Maggiore (12. und 13. Jahrhundert), die Grabmäler der Scaliger (14. Jahrhundert) in der romanischen Kirche Santa Maria Antica, die gotischen Kirchen Sant’Anastasia (vollendet im 15. Jahrhundert) und San Fermo Maggiore (13. Jahrhundert), die prächtigen Paläste Bevilacqua, Canossa und Pompei (alle 16. Jahrhundert, erbaut von Michele Sanmicheli) sowie das Castel Vecchio (14. Jahrhundert), das nun ein Kunstmuseum beherbergt.

Aus römischer Zeit ist vor allem das Amphitheater (1. Jahrhundert n. Chr.) erhalten, die „Arena”, in der seit Anfang des 20. Jahrhunderts alljährlich Opernfestspiele stattfinden. William Shakespeares Komödie Romeo und Julia spielt in Verona. Im Jahr 2000 wurde Verona von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannt.

4

Geschichte

89 v. Chr. wurde Verona – ursprünglich wohl eine Gründung der Veneter, dann eine keltische Siedlung – römische Kolonie und gehörte in der Folgezeit dem Römischen bzw. dem Weströmischen Reich an. 476 n. Chr. kam die Stadt unter die Herrschaft Odoakers; 489 besiegte der Ostgotenkönig Theoderich der Große Odoaker bei Verona und machte die Stadt zu einer seiner Residenzen (neben Ravenna). 569 wurde sie von den Langobarden erobert, und nach dem Zerfall des Langobardenreiches in Italien wenig später wurde sie zum Hauptort eines langobardischen Herzogtumes.

Ihre herausragende Funktion behielt die Stadt auch unter fränkischer Herrschaft ab dem späten 8. Jahrhundert bei: Sie war eine der Residenzen der Karolinger in Italien und wurde schließlich Hauptstadt der Markgrafschaft Verona, die in etwa die heutige Region Venetien umfasste. 952 wurden die Herzöge von Bayern mit der Markgrafschaft belehnt und 976 die Herzöge von Kärnten, unter deren Herrschaft die Region bis Mitte des 12. Jahrhunderts blieb. In dieser Zeit erlangte Verona als Bindeglied zwischen Italien und dem Reich nördlich der Alpen hohe, vor allem wirtschaftliche Bedeutung.

1136 erreichte die Stadt Verona kommunale Selbständigkeit. 1164 gründete Verona im Kampf gegen die Italienpolitik Kaiser Friedrichs I. Barbarossa zusammen mit anderen oberitalienischen Städten den Veroneser Bund, der sich drei Jahre später dem Lombardenbund anschloss; in der Folgezeit war Verona eines der Zentren des Kampfes zwischen Guelfen und Ghibellinen. Ab 1259 stand die Stadt unter der Herrschaft der Scaliger (della Scala), bis sie 1387 an Mailand und die Visconti fiel; unter den Scaligern erlangte die Stadt ihre größte wirtschaftliche und machtpolitische Bedeutung.

1405 kam Verona an die Republik Venedig, 1797 zusammen mit Venedig an Österreich. 1866 musste Österreich infolge des Deutschen Krieges Venetien mit Verona an das fünf Jahre zuvor errichtete Königreich Italien abtreten. Während des 2. Weltkrieges erlitt die Stadt schwere Schäden.

Die Einwohnerzahl von Verona beträgt etwa 261 000.

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