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  • Paul Claudel – Wikipedia

    Paul Claudel (* 6. August 1868 in Villeneuve-sur-Fère; † 23. Februar 1955 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, Dichter und Diplomat. [Bearbeiten] Leben und Werk

  • CLAUDEL, Paul

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Paul Claudel

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Paul ClaudelPaul Claudel

Paul Claudel (1868-1955), französischer Schriftsteller und Diplomat. Sein literarisches Werk ist stark vom Katholizismus geprägt; er selbst gilt neben Charles Pierre Péguy und Georges Bernanos als einer der Hauptvertreter der so genannten Renouveau catholique innerhalb der französischen Literatur des 20. Jahrhunderts, die eine neue Dichtung aus der Kraft des katholischen Glaubens zu schaffen suchte. Er war der Bruder der Bildhauerin Camille Claudel.

Claudel wurde am 6. August 1868 in Villeneuve-sur-Fère (Departement Aisne) geboren. Nach einem Studium der Staats- und Rechtswissenschaften lebte er zwischen 1890 und 1935 als Gesandter, Konsul und Botschafter in Europa, Nord- und Südamerika sowie im Fernen Osten, ein Kosmopolitismus, der sich in seinen Schriften niederschlug. Für seine religiöse Wandlung gab er als einen Auslöser die Lektüre der Schriften Arthur Rimbauds an. 1946 wurde Claudel Mitglied der Académie française. Sein zwischen 1899 und 1926 entstandener Briefwechsel mit dem Schriftsteller André Gide wurde 1952 veröffentlicht. Claudel starb am 23. Februar 1955 in Paris.

In seinem Werk (Gedichte, Dramen, Prosa, Reiseberichte, Literaturkritiken) thematisierte Claudel vorwiegend den Konflikt zwischen Körper und Seele. Seine Lyrik, etwa Cinq grandes odes (1910, Fünf große Oden), ist stark vom Symbolismus beeinflusst. Dies gilt auch für das in lyrischen Bildern und reimlosen Versen verfasste Drama La Ville (1890, Die Stadt). Weitere Werke Claudels sind L’Annonce faite à Marie (1912, Verkündigung) und Le Soulier de satin (1928/29, Der seidene Schuh). Claudels Oratorium Le Livre de Christophe Colomb (1927, Das Buch von Christoph Columbus) wurde von Darius Milhaud vertont.

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