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Windows Live® Suchergebnisse HanoiEnzyklopädieartikel
Hanoi, Hauptstadt von Vietnam, liegt im Delta des Roten Flusses. Hanoi ist wirtschaftlicher, politischer und kultureller Mittelpunkt Nordvietnams. Mit der Besiedlung des Mekong-Deltas im Süden und der Entwicklung von Ho-Tschi-Minh-Stadt im 19. und 20. Jahrhundert verlor Hanoi seine Stellung als größter städtischer Ballungsraum Vietnams. Hanoi ist der wichtigste Verkehrsknotenpunkt in Nordvietnam. In der Stadt haben u. a. eine Universität, technische und medizinische Hochschule, eine Kunst- und Militärakademie ihren Sitz, zudem gibt es eine Reihe von Bibliotheken und Museen. In Hanoi gibt es mehrere kunsthistorisch bedeutende Sehenswürdigkeiten, so z. B. die Pagode der Göttin Quan-Am aus dem 11. Jahrhundert und den königlichen „Palast der hundert Dächer”. Seit der Han-Dynastie war Hanoi chinesisches Verwaltungszentrum. 1010 entstand an der Stelle des heutigen Hanoi die Hauptstadt Thang Long. Während der Le-Dynastie wurde die Stadt Dong Kinh genannt, danach benannten die Europäer die ganze Region Tonking. 1802 wurde die königliche Hauptstadt wieder nach Huë verlegt. 1831 wurde Dong Kinh in Ha Noi („Stadt zwischen zwei Flüssen”) umbenannt. 1873 und 1882 eroberten die Franzosen Hanoi und machten die Stadt zu ihrem Verwaltungssitz. Im 2. Weltkrieg wurde Hanoi von den Japanern besetzt. Während des Vietnamkrieges war die Stadt Ziel amerikanischer Bombenangriffe. Betrug die Einwohnerzahl 1943 nur etwa 120 000, stieg sie durch den Zustrom an Einwanderern und Flüchtlingen auf über 400 000 (1954). 1954 wurde Hanoi Hauptstadt Nordvietnams und ist seit 1976 Hauptstadt des wiedervereinigten Vietnam. Im Frühjahr 2000 wurde mit dem Bau eines neuen internationalen Flughafens begonnen. Die Einwohnerzahl beträgt etwa 3,98 Millionen.
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