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Artikelgliederung
Einleitung; Geschichte der Museen; Spezielle Museumstypen; Museumspersonal; Museumspädagogik, Öffentlichkeitsarbeit und andere Aktivitäten
Museum (von griechisch mouseĩon bzw. lateinisch museum: ”Musensitz„), Bezeichnung für eine Sammlung künstlerischer oder wissenschaftlicher Exponate, seit dem 18. Jahrhundert auch Bezeichnung für jene Gebäude, in denen diese Sammlungen öffentlich ausgestellt werden. Zunächst eine Einrichtung, um verstreute Exponate an einem Ort zu sammeln, wurde das Museum Ende des 19. Jahrhunderts immer mehr zur Institution wissenschaftlicher Forschung. In den sechziger Jahren entstanden in Kunstmuseen Zusatzabteilungen für Museumspädagogik, die Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen gleichermaßen den Zugang zu den Kunstwerken erleichtern sollen. 1947 wurde der Internationale Museumsrat (ICOM, englisch International Council of Museums) gegründet, der für die Pflege und den Ausbau des Museumswesens zuständig ist. Mehr als 7 000 Mitglieder in 119 Ländern gehören der ICOM an, die eng mit der UNESCO und anderen internationalen Organisationen zusammenarbeitet. Alle drei Jahre findet eine Generalversammlung der ICOM in jeweils einem Mitgliedsland statt. Dazwischen treffen sich die mehr als 20 internationalen Ausschüsse der Organisation. Bereits 1929 entstand in Deutschland der Deutsche Museumsbund, in dem sich deutsche Museen organisieren.
Das Wort Museum ist vom griechischen mouseĩon abgeleitet, womit ursprünglich ein den Musen geweihter Tempel bezeichnet wurde. Erst seit der Frührenaissance, in der das aufstrebende Bürgertum auch in der Kunst und Wissenschaft ein Repräsentationsmittel suchte, wurde der Begriff im heutigen Sinn verwendet.
Das erste Mouseĩon im Sinne einer Bildungseinrichtung wurde um 290 v. Chr. in Alexandria von Ptolemäus I. begründet. Zu dieser Institution gehörten Wohnräume, ein Speisesaal, ein Lesesaal, ein Kreuzgang, jeweils ein botanischer und ein zoologischer Garten, ein Observatorium für astrologische Studien und eine Bibliothek. Des Weiteren wurden dort medizinische und astronomische Instrumente, Tierpräparate, Statuen und Porträtbüsten aufbewahrt und für den Unterricht benutzt. Das Museum und ein Großteil der Bibliothek von Alexandria wurde um 270 n. Chr. zerstört. Auch die Tempel im antiken Griechenland waren angefüllt mit den Göttern geweihten Statuen, Gemälden und Kunstgegenständen. Neben Kunstwerken in Tempelanlagen gehörten im antiken Rom Gemälde und Skulpturen in Gärten, Bädern und Theatern zum Stadtbild. In den Villen wurden Gästen oftmals in Kriegszügen erbeutete Kunstschätze gezeigt. Kaiser Hadrian ließ einige jener Kunstwerke, die er in Griechenland und Ägypten gesehen hatte, an seinem Wohnsitz nachbauen. Die Hadriansvilla stellt somit eine Art Vorläufer des modernen Freilichtmuseums dar.
Vor etwa 1000 n. Chr. wurden in China und Japan königliche Kunstschätze in Palästen und Tempeln aufbewahrt. Besonders erwähnenswert ist das immer noch bestehende Schatzhaus Shosõ-in, Teil einer Tempelanlage in Nara, mit zahlreichen Kunstwerken vor allem religiöser Art.
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