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Windows Live® Suchergebnisse DogmaEnzyklopädieartikel
Dogma (griechisch: Glaubenssatz, Lehrsatz; Plural: Dogmen), eine verbindliche, genau formulierte Aussage zu einer religiösen Lehre. In diesem strengen Sinn gibt es den Begriff nur im Christentum. Ein Glaubenssatz gilt nur dann als Dogma, wenn er sich aus der Offenbarung herleiten lässt und durch die Heilige Schrift und die Tradition bestätigt wird. Überdies muss er von einer allgemein anerkannten geistlichen Autorität verkündet werden. Dogmen wurden meist in Zeiten doktrinärer Kontroversen formuliert, um die orthodoxen Lehren klar gegenüber abweichende Lehren abzugrenzen. Einige Dogmen gehen auf die ökumenischen Konzile aus der Anfangszeit der christlichen Kirche zurück, sind aber heute noch für die Mehrheit der Christen in Ost und West verbindlich, so beispielsweise die Definition der Person Jesu Christi, die das Konzil von Chalkedon 451 festlegte. Andere Dogmen stammen aus späterer Zeit und gelten nur innerhalb der römisch-katholischen Kirche. Das gilt beispielsweise für die Dogmen der Unbefleckten Empfängnis (1859) und Mariä Himmelfahrt (1950) oder für das Dogma der Unfehlbarkeit des Papstes (1870). Dogmen sind wie alle Lehrmeinungen kulturell bedingt und müssen von Zeit zu Zeit überdacht und neu formuliert werden. Begriffe wie Substanz, Natur und Person, die auf dem Konzil von Chalkedon verwendet wurden, beziehen sich auf einen ganz anderen philosophischen Hintergrund, als wir ihn heute kennen. Dennoch dienen die Kernaussagen der alten Dogmen in theologischen Diskussionen heute noch als Richtschnur. Siehe auch Dogmatismus; Orthodoxie
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