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Asbest

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AsbestAsbest

Asbest (griechisch asbestos: unauslöschbar), faserartige Mineralien aus der Amphibol- und Serpentingruppe. Chrysotil, das zur Serpentingruppe gehört, macht etwa 95 Prozent der Weltvorräte an Asbest aus, von denen drei Viertel in Kanada gefördert werden. Bedeutende Lagerstätten gibt es auch in Südafrika. Asbest ist feuerfest, schlecht wärmeleitend und beständig gegen Säuren und Laugen.

Asbest wird für feuerfeste Produkte wie z. B. Sicherheitskleidung für Feuerwehrleute, für Isolationsmaterialien, für Baustoffe, Textilien, Raketen- und Flugzeugteile, Asphalt, Dichtmassen und Lacke, sowie in Produkten mit Reibungsbeanspruchung wie z. B. Bremsbelägen verwendet. Das Einatmen von Asbestfasern und -staub kann Asbestose verursachen, eine Staublungenkrankheit, und Krebserkrankungen, vor allem Lungenkrebs und Mesothelioma, einen nicht operierbaren Krebs des Brustraumes und des Unterleibes (siehe Berufs- und umweltbedingte Erkrankungen). Asbest wird daher zunehmend durch andere Stoffe ersetzt.

Die Sanierung von Gebäuden, in denen Asbest verbaut wurde, zählt heutzutage in der Entsorgungsbranche zu den Routinearbeiten. Dagegen ist die Dekontamination von ehemaligen Asbestminen sowie deren näherer Umgebungen weiterhin schwierig. In diesem Zusammenhang fand ein Team von Forscherinnen der Universität Turin heraus, dass bestimmte Pilzarten in der Lage sind, das in der Umwelt verteilte Asbest zu binden und seine „Gefährlichkeit” drastisch zu senken. Das Krebs verursachende Gefahrenpotential von Asbestfasern wird entscheidend von der Anwesenheit positiv geladener Eisenionen beeinflusst. Über kompliziert miteinander verflochtene chemische Reaktionen fördern die Eisenionen die Bildung von Radikalen aus den Asbestfasern. Die Radikale gehen auf Grund ihrer Reaktionsfreudigkeit leicht chemische Reaktionen mit anderen Substanzen ein. Dabei kann die Reaktion mit der DNA zur Bildung von Krebstumoren führen. Bestimmte Bodenpilze sind für ihr Wachstum auf die Zufuhr von Eisenionen angewiesen, die sie mit Hilfe besonderer Substanzen aus dem Boden herauslösen und binden. Und damit entziehen sie den Asbestfasern ihre Fähigkeit, Radikale zu bilden.

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