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Ernst Moritz Arndt

Enzyklopädieartikel

Ernst Moritz Arndt (1769-1860), deutscher Patriot, Schriftsteller, Publizist und Professor. Arndt wurde am 26. Dezember 1769 in Groß Schoritz auf der Insel Rügen geboren. Er studierte an den Universitäten Greifswald und Jena. Mit seiner Schrift Versuch einer Geschichte der Leibeigenschaft in Pommern und Rügen (1803) trug er entscheidend zur Aufhebung der Leibeigenschaft in Vorpommern bei. Als Napoleon 1806 in Preußen einfiel, veröffentlichte er den ersten Band seines patriotischen, antinapoleonischen Werkes Geist der Zeit (drei weitere Bände 1809-1818), woraufhin er nach Schweden ins Exil fliehen musste. Er ergriff weiterhin leidenschaftlich Partei für die politische Einheit Deutschlands und gegen Napoleon, z. B. mit seinen patriotischen Liedern für Teutsche (1813) und der Flugschrift Der Rhein, Teutschlands Strom, aber nicht Teutschlands Grenze (1813). 1812 bis 1815 war Arndt Privatsekretär des Reichsfreiherrn von Stein und 1818 bis 1820 Professor für Geschichte in Bonn, wurde allerdings wegen seiner politisch unerwünschten Ansichten suspendiert. Erst mit der Thronbesteigung des liberalen Friedrich Wilhelm IV. im Jahr 1840 wurde Arndt rehabilitiert und konnte wieder als Professor wirken. 1848/49 war er Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, schloss sich dem rechten Zentrum an und trat für einen einheitlichen deutschen Nationalstaat unter preußischer Führung ein. Arndt starb am 29. Januar 1860 in Bonn.

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