Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Odilon Redon

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse

Odilon Redon

Enzyklopädieartikel

Odilon Redon (1840-1916), eigentlich Bertrand-Jean Redon, französischer Maler und Lithograph. Redon stammte aus Bordeaux und erhielt dort seine Ausbildung als Kupferstecher und Radierer bei Rodolphe Bresdin, ab 1871 als Maler bei Jean Léon Gérôme in Paris. Bei Henri Fantin-Latour erlernte er zudem die Technik der Lithographie. Von großem Einfluss auf sein Schaffen wurde die Begegnung mit den Werken Rembrandts (auf Reisen in die Niederlande 1878 und 1898), Goyas und seines Landsmannes Delacroix. In Paris kam Redon zudem mit der zeitgenössischen Literatur des Symbolismus in Berührung, deren Kunstauffassung er sich weitgehend zu eigen machte. Als erster seiner typischen phantastisch-visionären Lithographiezyklen erschien Dans le Rêve (1879; Im Traum), gefolgt von A Edgar Poe (1882; An Edgar Poe), Apocalypse de Saint-Jean (1883; Die Apokalypse des Johannes), La Nuit (1886; Die Nacht) und Les Fleurs du Mal de Baudelaire (1890; Die Blumen des Bösen von Baudelaire). Sie wurden ihrerseits von symbolistischen Schriftstellern wie Mallarmé und Huysmans sehr bewundert und beeinflussten später die Künstlergruppe der Nabis. Ab 1890 wandte sich Redon zunehmend der Ölmalerei und der Pastellzeichnung zu und nahm Anregungen der damals populär werdenden japanischen Kunst auf. Seine poetisch-phantastische Traumwelt, in der er häufig auch Sujets der antiken Mythologie aufgriff (Der Zyklop, um 1898, Rijksmuseum Kröller-Möller, Otterloo; Orpheus, 1903, Cleveland Museum of Art), nahm bereits Elemente des Surrealismus der zwanziger Jahre vorweg.

In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft