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  • Beutelwolf – Wikipedia

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Beutelwolf

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Beutelwolfpräparate im MuseumBeutelwolfpräparate im Museum

Beutelwolf, Fleisch fressendes Beuteltier aus der Familie der Raubbeutler, bis in die neuere Zeit in Tasmanien heimisch, vor Jahrtausenden auch auf dem australischen Festland und in Neuguinea.

Der Beutelwolf war mit einer Kopfrumpflänge von 85 bis 130 Zentimetern und einem Gewicht von 15 bis 35 Kilogramm etwa so groß wie ein kleiner Wolf und wirkte – abgesehen vom eher steifen Schwanz, dem spitz zulaufenden Hinterteil und den relativ langen Hinterbeinen – wie ein Hund. Er hatte kurzes, struppiges Fell von hellgrauer bis gelbbrauner Grundfarbe und 13 bis 19 dunkelbraunen Rückenstreifen (deshalb wird er auch Tasmanischer Tiger genannt). Der Beutelwolf konnte seinen Schwanz (im Gegensatz zu Hunden) nur aufwärts- und abwärtsbewegen, sein Maul ließ sich bis zu einem 80-Grad-Winkel öffnen und damit erheblich weiter, als dies Hunden möglich ist.

Der vorwiegend nachtaktive Beutelwolf bewohnte in Tasmanien offene Lebensräume und Wälder. Er erbeutete Vögel, Reptilien und Säuger bis zur Größe von Lämmern. Das Weibchen brachte zwei bis vier Junge zur Welt. Auf dem australischen Festland kam der Beutelwolf bis vor etwa 2 000 Jahren vor, er starb dort ebenso wie auf Neuguinea aus unbekannten Gründen aus. Die Annahme, die Einführung des Dingos durch australische Ureinwohner stehe mit dem Aussterben des Beutelwolfes in Zusammenhang, gilt heute als unwahrscheinlich. In Tasmanien wurde der ohnehin seltene Beutelwolf von weißen Siedlern bis zur Ausrottung verfolgt, weil er in Schafherden einfiel. 1888 wurde vom tasmanischen Parlament für das Erlegen von Beutelwölfen eine Prämie ausgesetzt. Dies hatte zur Folge, dass in den darauf folgenden zwei Jahrzehnten über 2 000 Beutelwölfe erschossen wurden. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts dezimierte eine staupeähnliche Seuche den Bestand zusätzlich. 1930 wurde im Freiland letztmalig ein Beutelwolf geschossen. Der letzte in Gefangenschaft gehaltene Beutelwolf („Benjamin”) starb am 7. September 1936 mit zwölf Jahren und sieben Monaten (das höchste für einen Beutelwolf nachgewiesene Alter) im Zoo von Hobart (Tasmanien). Offenbar überlebten einzelne Beutelwölfe im Freiland bis in die vierziger Jahre, darauf wiesen Pfotenabdrücke und Haare hin. Sehr wahrscheinlich ist die Art heute ausgestorben.

Systematische Einordnung: Der Beutelwolf bildet die einzige Art der Unterfamilie Thylacininae in der Familie Thylacinidae. Er heißt zoologisch Thylacinus cynocephalus.

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