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MetallarbeitenEnzyklopädieartikel
Artikelgliederung
Einleitung; Ursprünge der Metallarbeiten; Merkmale der Metallarbeiten; Techniken der Metallverarbeitung
Als durch Handel das veredelte Rohmaterial in die städtischen Kulturen Persiens, Mesopotamiens und Ägyptens gelangte, entwickelten sich vermutlich die schönsten Ziertechniken. Zugleich entstand allmählich ein neuer Handwerkszweig, die Goldschmiede- und Silberschmiedekunst.
Die Verzierung von Metallen wird durch ihre Geschmeidigkeit ermöglicht. Die frühesten Formen entstanden wahrscheinlich aus dem Prozess des Treibens, mit dem man auch Metalle formte. Es ist möglich, Metall durch Schläge auf die Oberfläche (oder bei Metallblechen von unten) zu durchfurchen. Dadurch entsteht die schöne Wirkung der parallelen Rillen, die man auf Kupferbechern und Kupferschalen sehen kann, wie sie in den Königsgräbern von Ur in Mesopotamien gefunden wurden. Hämmert man an bestimmten Stellen, so kann man ganze Reliefbilder erzeugen. Diese unter der Bezeichnung Repoussé bekannte Technik ist über 4 000 Jahre lang angewandt worden. Am weitesten hat sie sich im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts bei der Herstellung von wertvollen Gold- und Silberutensilien für Kirchen und für den Hausgebrauch entwickelt.
Gerade Muster können auf Oberflächen auch erzeugt werden, indem man einen schmalen Metallstreifen mit einem Schneide- oder mit Gravierwerkzeug entfernt oder die Oberfläche mit einer stumpfen Spitze eindrückt und entlang der Linie hämmert, so dass kein Metall entfernt werden muss. Die erste Technik heißt Gravieren, die andere Ziselieren. Beide werden nur bei Edelmetallen angewendet.
Eine andere Methode der Oberflächenveränderung ist, sie mit sich wiederholenden Mustern schraffierter Linien einzudrücken (auch dies wird bei Edelmetallen gemacht) und so bestimmte Flächen zu mattieren oder aufzubrechen, damit sie einen Kontrast zu den anderen Flächen bilden, die man glänzend belassen hat. Eine weitere Methode zur Verdunkelung ausgewählter Flächen ist, sie mit Säure zu ätzen, eine Technik, die meist bei Rüstungen aus Stahl und den Stahlbestandteilen von Waffen angewandt wird. Im 19. Jahrhundert wurde ein langsamer Oxidationsvorgang entwickelt: Mit Hilfe von Schwefel wurde auf glänzenden Silberoberflächen ein feiner Verdunkelungseffekt erzielt.
Man kann luxuriöse, dekorative Wirkungen erzielen, wenn man ein Metall mit einem anderen überzieht, wie z. B. beim Vergolden oder Teilvergolden von Silber-, Bronze- und Stahlgegenständen. Eine andere Möglichkeit ist, ein Metall in ein anderes einzulegen, indem Silber- und Golddrähte in Messing und Bronze eingearbeitet werden. Diese Technik wurde im Mittelalter in der arabischen Welt bevorzugt und als Damaszieren bezeichnet. Die Bezeichnung leitet sich aus dem Namen der syrischen Stadt Damaskus ab, die besonders berühmt für Metallintarsienarbeiten war. Im 1. Jahrtausend v. Chr. wurden auch chinesische rituelle Bronzegefäße mit Gold- und Silbereinlagen auf hohem Niveau versehen.
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