Verwandte Elemente
Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Metallarbeiten

Windows Live® Suchergebnisse

Alle Suchergebnisse anzeigen:
Windows Live® Suchergebnisse
Seite 5 von 8

Metallarbeiten

Enzyklopädieartikel
Multimedia
Beispiele für WerkzeugmaschinenBeispiele für Werkzeugmaschinen
Artikelgliederung
4.4. 2

Gold in Europa

Die in der Antike geltenden Einschränkungen für den Gebrauch von Gold wurden im Römischen, danach im Byzantinischen Reich (siehe Römisches Reich, Byzanz) und in den europäischen Königreichen beibehalten. In den europäischen Kolonien galten dieselben Gebrauchsbeschränkungen. Noch immer ist das Gold religiösen Gegenständen und staatlichen Insignien (insbesonders Krone, Zepter und Siegel), Eheringen und persönlichem Schmuck sowie Preisen und Trophäen vorbehalten.

Das große, goldene, emaillierte Salzfass (1540, Kunsthistorisches Museum, Wien), das Benvenuto Cellini für Franz I. von Frankreich anfertigte, deutet nicht auf den verschwenderischen Umgang mit diesem wertvollen Material hin, sondern verweist auf die Bedeutung des Inhalts, da Salz zu jener Zeit noch immer ein wertvoller Rohstoff war. Bei Gegenständen des Hausgebrauchs, etwa bei Trinkbechern, war es aus Gründen des Gewichts und der Empfindlichkeit des Goldes viele Jahrhunderte lang üblich, Silbergefäße zu vergolden. Zu feierlichen Anlässen wurden jedoch an den Fürstenhöfen weiterhin Gegenstände aus reinem Gold benutzt.

4.4. 3

Gold in Afrika und der Neuen Welt

Auch in den Königreichen an der Küste Westafrikas, mit denen portugiesische Forscher im 15. Jahrhundert in Berührung kamen, war Gold Häuptlingen und Edelleuten weniger aus Gründen der Eitelkeit, sondern wegen seiner mythischen Macht und Anziehung vorbehalten, die nur ausgewählten Personen oder einer Eliteklasse zugänglich sein sollten.

Die spanischen Eroberer von Mexiko und dem südamerikanischen Inkareich waren nicht nur über die Mengen von Gold erstaunt, die sie dort vorfanden, sondern auch darüber, dass es in diesen Kulturen kein begehrtes Material war. Zwar wurde Gold für religiöse und rituelle Kunstwerke verwendet, die oft groß und massiv waren, doch schätzten diese sonnenverehrenden Kulturen nur die Farbe des Materials und nicht seinen ideellen und materiellen Wert. Der bedeutende deutsche Renaissancemaler und Graphiker Albrecht Dürer, der während seines Aufenthalts in Antwerpen 1521 Gold und andere Schätze aus der Neuen Welt sah, beschreibt in seinen Tagebüchern die ungewöhnlichen Formen und den hohen künstlerischen Wert dieser Goldarbeiten, die ihm doch recht fremdartig anmuteten.

4.4. 4

Gold in China

Gold aus bescheidenen einheimischen Funden wurde in China meist für Intarsia während der späten Chou-Periode (um 500 bis 250 v. Chr.) verwendet. Wo auch immer Verbindung zu den westlichen Kulturen bestand, konnten größere Mengen Gold China erreichen und wurden dort mit besonderer Sorgfalt verarbeitet. Seidenhändler der früheren Han-Dynastie (206 v. Chr. bis 220 n. Chr.) verlangten von den Händlern, die das Römische Reich mit Luxusgütern versorgten, die Bezahlung in Gold.

4.4. 5

Die Tang-, die späte Yüan-, die Ming- und die Ch’in-Dynastie

Während der Han-Dynastie wurden Granulationsarbeiten hergestellt, die ihre Vorbilder in westlichen Schmuckgegenständen hatten und die mit der Methode der Verlorenen Form gegossen wurden, eine Technik, die in China bereits sehr früh mit Bronze angewandt wurde. Typisch für die Ming-Periode sind die feinen Durchbrucharbeiten bei Kopfschmuck und Diademen, die oft mit Filigranarbeiten und Juwelen verziert waren und federnd an Drähten hingen, so dass sie zitterten, wenn ihr Träger sich bewegte.

4.5

Silber

In der Region, die in der Antike Pontus hieß und an die Südküste des Schwarzen Meeres in der heutigen Osttürkei reichte, begann man, Silber durch das Schmelzen von Galenit herzustellen, einem Erz, das Blei und einen geringen Anteil Silber enthielt. Eventuell waren reisende Kupferschmelzer die ersten, die den metallischen Gehalt von Galenit entdeckten, das wie Silber glitzerte. Die Entdeckung, dass das Blei bei längerem Glühen verbrennt und kleine Silberkügelchen übrig bleiben, war vermutlich reiner Zufall.

Zurück
| | | | | | |
Nächste
In diesem Artikel suchen
Druckerfreundliche Version der Seite
Versenden




© 2008 Microsoft