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Metallarbeiten

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4.6. 2

Bronzearbeiten in China

In China scheint Bronze fast ausschließlich für Glocken, Spiegel und Gefäße in einer Vielfalt vorgeschriebener Formen für religiöse Riten, aber auch für Waffen und die Verzierung von Pferdegeschirren und Streitwägen benutzt worden zu sein. Diese erste Bronzezeit in China dauerte von der Mitte der Shang-Dynastie (um 1500 v. Chr.) bis zum Ende der Ch’in-Dynastie (206 v. Chr.). Die rituellen Bronzegefäße werden heute besonders wegen ihrer edlen Formen und ihrer abstrakten, geradlinigen Verzierungen bewundert, die aus standardisierten schlanken Masken und mythischen Gestalten wie Drachen bestehen. Die Gefäße wurden aus Formen gegossen, auf deren Innenflächen Verzierungen eingebrannt waren, die dann entsprechend auf dem gegossenen Gefäß erschienen.

4.6. 3

Bronzearbeiten in Europa

Nachdem spätestens im 7. Jahrhundert Bronze als Material zur Herstellung von Waffen durch Eisen ersetzt wurde, blieb Bronze nur noch als Material für Künstler in Gebrauch. In Rom wurden griechische Bronzestatuen, bronzene Vasen und Weingefäße, die manchmal sehr groß und kunstvoll vergoldet waren, hergestellt. Die umherziehenden Stämme, die allmählich die römische Macht in Europa brachen, verwendeten Bronze immer noch für Schilder, Schalen, Schnallen und Spangen, die häufig mit Intarsien aus bunten Steinen oder opaker Glasur versehen waren. Bei Kircheneinrichtungen wurde Bronze nach wie vor für größere Gegenstände wie Kerzenhalter, Taufbecken und Truhen verwendet. Berühmte Skulpturen der Renaissance sind Lorenzo Ghibertis vergoldete Bronzetüren („Paradiestüren”, 1425-1450) für das Baptisterium in Florenz, die aus zehn unabhängigen, rechteckigen Täfelungen mit in Hochrelief gegossenen biblischen Szenen bestehen. Viele andere Renaissancekünstler nutzten Bronze für kleinere gegossene Statuen, die häufig an antike Arbeiten angelehnt waren. Dies ist bis heute, neben dem Gießen von Glocken, der Schwerpunkt von Bronzearbeiten geblieben.

Im 18. und 19. Jahrhundert wurden besonders in Frankreich schöne Möbelstücke im Empirestil mit feuervergoldetem Bronzezubehör („Ormoulu”) in Form von hohen und reich verzierten, gegossenen Einfassungen an Rändern, Schubladen und Füßen versehen.

4.6. 4

Bronzearbeiten in Afrika

In Nigeria wurden zwischen dem 14. und dem 16. Jahrhundert in Benin gegossene Bronzeskulpturen in einer hoch entwickelten künstlerischen Technik hergestellt, die mit keinem europäischen Stil verwandt waren.

4.7

Kupfer

Eine große Statue (um 2300 v. Chr., Ägyptisches Museum, Kairo) des Pharaos Pepi I. (Regierungszeit um 2395 bis 2360 v. Chr.) der 6. Dynastie, die aus gehämmertem Kupferblech hergestellt wurde, lässt darauf schließen, dass Kupfer häufiger im Kunsthandwerk verwendet wurde, als man allgemein annimmt.

4.7. 1

Kupfer in der Antike

In Ägypten und in anderen Gegenden der Antike wurde Kupfer als Material für Waffen und Werkzeuge durch Bronze verdrängt. Man benutzte es aber nach wie vor für Geschirr, Becher und leichte Haushaltsgegenstände. Als notwendiger Bestandteil von Bronze und später als verstärkendes Metall in Silber- und Goldlegierungen hatte Kupfer immer Bedeutung.

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