Auswahl der Encarta-Redaktion
Gute Bücher zum Thema "Maxim Gorkij", ausgewählt von den Encarta-Redakteuren. Suche in Encarta
In Encarta suchen nach Maxim Gorkij |
Windows Live® Suchergebnisse
Windows Live® Suchergebnisse Maxim GorkijEnzyklopädieartikel
Maxim Gorkij, eigentlich Aleksej Maksimowitsch Peschkow, (1868-1936), russischer Schriftsteller. Gorkij ist der Hauptvertreter der 1934 auf dem Eröffnungskongress des sowjetischen Schriftstellerverbands von ihm selbst verkündeten Kunstdoktrin des sozialistischen Realismus. Gorkij wurde am 28. März 1868 in Nischnij Nowgorod als Sohn eines Bauern geboren (ihm zu Ehren war sein Geburtsort zwischen 1932 und 1991 in Gorkij umbenannt). Als Neunjähriger verwaist, musste er die Schule früh verlassen und vagabundierte auf Arbeitssuche durch ganz Russland. Dabei kam er erstmals mit Revolutionären in Kontakt. Gorkijs erste Kurzgeschichte ist – wie sein gesamtes Frühwerk – stark vom Einfluss der russischen Romantik geprägt. Sie wurde 1892 in einer Tifliser Zeitung veröffentlicht. Danach schrieb er häufig für Zeitungen. Seine erste dem Realismus verpflichtete Erzählsammlung kam 1898 heraus und war ein großer Erfolg. Darin steht das harte Leben der unteren Gesellschaftsschichten (Wanderarbeiter, Vagabunden und Diebe) im Mittelpunkt, das er aus eigener Anschauung kannte. 1905 machte Gorkij die Bekanntschaft Lenins. Von dieser Begegnung wurde auch sein literarisches Werk, das er nun in den Dienst der Politik stellte, beeinflusst. Aufgrund seiner Sympathien für die intellektuelle Linke Russlands musste Gorkij nach der Revolution von 1905 ins Ausland fliehen, wo er u. a. in den USA lebte. 1907 ließ er sich wegen seines schlechten Gesundheitszustands auf Capri (Italien) nieder. Erst 1915 kehrte er nach Russland zurück. Gorkij unterstützte die Oktoberrevolution von 1917 und war in literarischen Organisationen des Landes aktiv (1934 wurde er zum Vorsitzenden des sowjetischen Schriftstellerverbands). Literarisch bekämpfte er das Kleinbürgertum und wandte sich gegen den Passivismus vieler Intellektueller. Lenins Terrormaßnahmen gegen Künstler jedoch tolerierte er nicht. Durch seine Krankheit war Gorkij nach 1922 gezwungen, sechs Jahre im italienischen Sorrento zuzubringen. Bei seiner Rückkehr in die Sowjetunion wurde er mit Staatsehren empfangen. Gorkij starb am 18. Juni 1936 in Moskau. Zu Gorkijs Romanen gehören das in Berlin entstandene Buch Die Mutter (1906) und die Tetralogie Das Leben des Klim Samgin (1927-1936), ein Zyklus über die russische Geschichte von 1880 bis 1917. Als Dramatiker tat er sich mit Die Kleinbürger (1901) und Nachtasyl (1902) hervor, das im Moskauer Künstlertheater Konstantin Stanislawskijs und von Max Reinhardt in Berlin (1903) aufgeführt wurde. Neben kulturkritischen Essays verfasste Gorkij auch eine Autobiographie, die aus den Bänden Meine Kindheit (1913-1914), Unter fremden Menschen (1915-1916) und Meine Universitäten (1923) besteht. Außerdem schrieb er literarische Essays über Lenin und Tolstoj. Letzteres wurde vor allem von Thomas Mann hochgelobt.
© 1993-2008 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten. |
© 2008 Microsoft
![]() ![]() |