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Windows Live® Suchergebnisse FluorideEnzyklopädieartikel
Fluoride, im allgemeinen Sinn die Bezeichnung für Fluorverbindungen, die sich von der Flusssäure (Fluorwasserstoffsäure, HF) ableiten lassen. In erster Linie handelt es sich dabei um Salze der Alkali- und Erdalkalimetalle (z. B. Natriumfluorid, NaF; Calciumfluorid, CaF2), wobei auch andere Metalle Fluoride bilden können (z. B. Antimonpentafluorid, SbF5; Uranhexafluorid, UF6). In einem weiter gefassten Sinn bezeichnet man Fluorverbindungen bestimmter Nichtmetalle ebenfalls als Fluoride. Zu diesen gehören u. a. Borverbindungen (z. B. Bortrifluorid, BF3), Edelgasverbindungen (z. B. Xenontetrafluorid, XeF4), Interhalogenverbindungen (z. B. Chlortrifluorid, ClF3), Sauerstoffverbindungen (z. B. Disauerstoffdifluorid, O2F2) sowie Schwefelverbindungen (z. B. Schwefelhexafluorid, SF6). In manchen Fällen bezeichnet man auch organische Fluorverbindungen, wie beispielsweise Fluorkohlenstoffe (siehe Fluorkohlenwasserstoffe), kurz als Fluoride. Zahlreiche Fluoride dienen in der chemischen Verfahrenstechnik als Grundprodukte, die zu verschiedenen Zwecken zum Einsatz kommen. So nutzt man Fluoride beispielsweise zur Herstellung von Glas, zur Fluorierung und in der Galvanotechnik als Flussmittel. Eine besondere Rolle nimmt Natriumfluorid als Trinkwasserzusatz ein. In bestimmten Konzentrationen (etwa 1 bis 1,5 parts per million) wirkt Natriumfluorid der Kariesbildung entgegen (siehe Zähne). Daher werden kleine definierte Mengen NaF Lebensmitteln und auch Zahnpflegemitteln zugesetzt – ab bestimmten Konzentrationen wirken Fluoride toxisch.
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