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    Nigeria [niˈgeːri̯a] (amtlich auf Englisch: Federal Republic of Nigeria [naɪˈdʒɪərɪə]) ist ein Bundesstaat in Westafrika, der an Benin, Niger, Tschad und Kamerun grenzt.

  • Die Nigeria-Connection

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Nigeria

Enzyklopädieartikel
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Nigeria (Flagge und Hymne)Nigeria (Flagge und Hymne)
Artikelgliederung
3.3

Religion

Mindestens 48 Prozent der Bevölkerung Nigerias sind Muslime, die vorwiegend im Norden, in den Gebieten der Haussa, der Fulani und der Kanuri leben. Etwa 34 Prozent der Nigerianer sind Christen. Der Katholizismus konzentriert sich im Südosten, während der Methodismus und Anglikanismus vorwiegend den Südwesten beeinflusst haben. Der restliche Teil der Bevölkerung praktiziert großenteils traditionelle Religionen.

3.3. 1

Feiertage

Zu den Feiertagen Nigerias gehören Neujahr (1. Januar), der Tag der Arbeit (1. Mai) und der Nationaltag (1. Oktober). Daneben werden landesweit die Feiertage des Christentums und des Islam eingehalten. Die Feiertage der Muslime verschieben sich von Jahr zu Jahr, da sie sich nach dem Mondkalender richten. Hierzu zählen Maulid an-Nabi, der im September oder Oktober den Geburtstag Mohammeds feiert; Idul Fitr, ein dreitägiges Fest am Ende der einmonatigen Fastenzeit Ramadan; und Idul Adha, ein Festtag, der im Juni oder Juli der Treue und dem Gehorsam Abrahams gedenkt, der bereit war, seinen einzigen Sohn zu opfern. Die christlichen Feiertage umschließen Ostern (Karfreitag bis Ostermontag), den 1. Weihnachtsfeiertag (25. Dezember) und den 2. Weihnachtsfeiertag (Boxing Day, 26. Dezember). Der Boxing Day entstammt der alten britischen Tradition, nach der Dienstpersonal und Händler am Tag nach Weihnachten in kleinen Steinguttöpfen Trinkgelder und Sondervergütungen einsammelten.

4

Bildung und Kultur

Nigeria kann auf eine der ältesten Bildungs- und Kunsttraditionen in Westafrika zurückblicken, die allerdings von Einflüssen der britischen Kolonialherrschaft und europäischer Missionsschulen überlagert ist. Das Kunstgewerbe folgt alten Tradition, und auch in Malerei und Bildhauerei ist noch eine außerordentlich reiche künstlerische Tradition lebendig. Die Film- und Fernsehindustrie ist sehr produktiv, und die moderne nigerianische Literatur weist ein breites Spektrum auf. In den siebziger Jahren bemühte sich die nigerianische Regierung um eine rasche Modernisierung und übernahm dafür auch das westliche Bildungsmodell. Finanziert wurde diese Modernisierung u. a. mit den Einnahmen aus dem Verkauf von Rohöl.

4.1

Bildung und Schulwesen

Im Norden des Landes sind alte Koranschulen weit verbreitet, während Missionare bereits in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts das westliche Bildungssystem in die Küstenregionen brachten. Bis in die siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren die Schülerzahlen an den westlich orientierten Schulen im Süden des Landes bedeutend höher. 1976 wurde in ganz Nigeria eine kostenlose schulische Grundversorgung eingeführt. Dennoch sind die Bildungseinrichtungen unzureichend; der Alphabetisierungsgrad liegt bei 70,7 Prozent (2005). In dem neuen Bildungssystem, das 1982 eingeführt wurde, beträgt die Schulpflicht 9 Jahre. Die weiterführende Schulbildung ist in zwei aufeinander folgende Abschnitte von jeweils drei Jahren eingeteilt. Die älteste Universität in Nigeria ist die 1948 gegründete Universität von Ibadan. Weitere wichtige höhere Bildungseinrichtungen sind die Ahmadu-Bello-Universität (1962) in Zaria, die Obafemi-Awolowo-Universität (1961) in Ife, die Universität von Lagos (1962) und die Universität von Nigeria (1960) in Nsukka.

4.2

Kultureinrichtungen

Das Nationalmuseum in Lagos verfügt über eine reichhaltige Kunstsammlung aller Perioden. Ebenso herausragend sind Museen in Benin City, Ibadan, Ife, Ilorin, Jos und Kaduna. Die nigerianische Regierung sucht zu verhindern, dass bedeutende Zeugnisse der nigerianischen Kunst außer Landes gebracht werden. Desgleichen bemüht sie sich, die während der Kolonialzeit außer Landes gebrachten Kunstgegenstände zurückzuerhalten. Bedeutende Bücher und Dokumente befinden sich in der Nationalbibliothek von Nigeria (in Lagos) und in den Nationalen Archiven (in Ibadan) sowie in Universitätsbibliotheken.

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