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    Krzysztof Kieslowski: Dekalog (Filmtipp) ... Kommentar: Die Menschen in diesen zehn Filmen halten die Zehn Gebote – den Dekalog – nicht für verbindlich.

  • Kieslowski Dekalog

    Insgesamt zehn Fernsehfilme, die manchmal eher im übertragenen Sinne die zehn Gebote, als den Basisverhaltenskodex der jüdischen Religion und des christlichen ...

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Dekalog

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BundesladeBundeslade

Dekalog (griechisch déka: zehn; lógos: Wort), die Zehn Gebote, die Moses laut Altem Testament auf dem Berg Sinai empfing. Nach Exodus 31, 18 schrieb sie Gott selbst auf zwei Steintafeln. Aus Zorn über den Abfall der Israeliten vom Glauben zerstörte Moses später die Tafeln. Gott wies ihn daraufhin an, neue Tafeln anzufertigen, die später in der Bundeslade aufbewahrt wurden.

Von den Zehn Geboten gibt es in Exodus 20, 1-17 und Deuteronomium 5, 6-21 zwei voneinander abweichende Versionen, die jedoch im Kern gleich sind.

Die Mehrzahl der protestantischen und orthodoxen Christen teilen die Gebote wie folgt ein: (1) Prolog und das Verbot, eine andere Gottheit außer Gott zu verehren; (2) Verbot der Götzenanbetung; (3) Verbot, den Namen Gottes leichtfertig auszusprechen; (4) Beachtung des Sabbats; (5) Ehrung von Vater und Mutter; (6) Verbot zu töten; (7) Verbot des Ehebruches; (8) Verbot zu stehlen; (9) Verbot falsches Zeugnis abzulegen; (10) Verbot, den Besitz oder die Frau eines Nachbarn zu begehren.

Die Katholiken und Lutheraner folgen der Einteilung des Augustinus, die dieser im 4. Jahrhundert vornahm. Der Prolog und die ersten beiden Verbote sind zusammengefasst, während das letzte zweitgeteilt ist und das Begehren der Frau des Nächsten und seines Besitzes in zwei gesonderten Geboten thematisiert. In der jüdischen Überlieferung gilt der Prolog als das erste Gebot, die beiden ersten Verbote sind zum zweiten Gebot zusammengefasst, während die übrigen der Ordnung der protestantischen und orthodoxen Überlieferungen folgen.

Mittelalterliche scholastische Denker wie Thomas von Aquin und Bonaventura waren der Überzeugung, dass alle Gebote Teil des Naturrechtes und daher allen denkenden Menschen bewusst seien. Ihrer Meinung nach offenbarte Gott Moses die Zehn Gebote, um die Menschheit an ihre Verpflichtungen zu erinnern, die infolge der Erbsünde leicht vergessen werden können. Sie vertraten damit eine ähnliche Idee, die bereits die frühen Kirchenväter Tertullian und Augustinus ausgedrückt hatten: Die Gebote waren schon in das Herz des Menschen eingraviert, bevor sie auf die Steintafeln geschrieben wurden.

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