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Mumps

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Geschwollene Ohrspeicheldrüse bei MumpsGeschwollene Ohrspeicheldrüse bei Mumps

Mumps, akute Infektionskrankheit, die von einem Virus verursacht wird, das hauptsächlich Drüsen- und Nervengewebe angreift. In der Regel ist Mumps durch eine Schwellung der Speicheldrüsen gekennzeichnet. Diese Krankheit ist weltweit verbreitet und kann Epidemien auslösen. Am häufigsten werden Kinder im Alter zwischen fünf und neun Jahren davon befallen, Mumps kann aber in jedem Alter auftreten. Da die Ohrspeicheldrüse (Parotis) üblicherweise von dieser Infektion betroffen ist, hat die Erkrankung den medizinischen Namen Parototis epidemica. In seltenen Fällen werden Geschlechtsdrüsen, Meningen (Hirn- und Rückenmarkshäute) oder die Bauchspeicheldrüse von dem Erreger befallen.

Mumps wird durch Tröpfcheninfektion (z. B. Anhusten) von Mensch zu Mensch übertragen und ist höchst ansteckend. Die Inkubationszeit, also die Zeitspanne von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit, liegt zwischen 15 und 21 Tagen. Mumps verläuft nur selten tödlich. Nach einer einmaligen Infektion besteht lebenslange Immunität gegen den Erreger, da nur ein Antigentyp diese Krankheit verursacht (Immunsystem). Bei Kindern sind die ersten Krankheitszeichen im Allgemeinen leichtes Fieber, Appetitlosigkeit und trockener Hals. Gefolgt werden diese Symptome von Entzündungen und Schwellungen um die Ohren sowie einem Anstieg des Fiebers. Diese Beschwerden hören meist nach etwa zwölf Tagen auf. Beim erwachsenen Mann kommt es in 20 Prozent der Fälle zur Entzündung der Hoden (siehe Fortpflanzungsapparat), was in wenigen Fällen Unfruchtbarkeit zur Folge haben kann. Bei Kindern kann eine Infektion des Hörnervs zu Taubheit führen, doch auch dieser Fall tritt selten ein.

Mumpspatienten werden meistens in Quarantäne gelegt. Viele machen die Krankheit in so leichter Form durch, dass sie gar nicht entdeckt wird. Dennoch kommt es dadurch zur Immunisierung, sie erkranken also kein zweites Mal. Mitte der sechziger Jahre wurde ein Impfstoff gegen Mumps eingeführt, durch den die jährliche Zahl der Mumpsfälle deutlich gesenkt werden konnte.

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